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Einladung zum 22. Leibniz-Kolleg Potsdam
Künstliches Leben?

Hauptvortrag am 26. April 2018

Beim diesjährigen Leibniz-Kolleg geht es um Synthetische Zellen und Künstliches Leben. Dazu wird Prof. Dr. Petra Schwille, Direktorin am Max-Planck-Institut für Biochemie, am Donnerstag, dem 26.04.2018, den Hauptvortrag mit dem Titel "Gibt es eine kleinste Form des Lebens?" halten. Heute gilt als gesichert, dass Zellen, die kleinsten lebenden Einheiten, immer nur aus vorhandenen Zellen entstehen können. Aber es muss Moleküle gegeben haben, die sich einst zu den allerersten Zellformen zusammengefunden haben. Und die dafür nötigen Mechanismen und Naturgesetze gelten vermutlich auch heute noch. Diesen Übergang von unbelebter zu belebter Materie im Labor nachstellen zu können, und zu erforschen, wie die einfachste mögliche Zelle überhaupt aussehen könnte, ist das Ziel einer sehr grundlagenorientierten Spielart der Synthetischen Biologie, zu der Petra Schwille und ihr Team beitragen. Dafür erarbeiten sie verschiedenste biophysikalische Methoden zum gezielten Studium einzelner Moleküle, in deren besonderer Struktur, Dynamik und vor allem Wechselwirkung der Schlüssel zur Entstehung des Lebens zu finden ist.
Prof. Dr. Reiner Anselm, Ludwig-Maximilians-Universität München, wird das Thema aus theologisch-philosophischer Sicht beleuchten.

Fachliche Partner des Leibniz-Kollegs 2018 sind das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung und die Institute für Biochemie und Biologie sowie für Physik und Astronomie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam.
Die insbesondere für Schülerinnen und Schüler sowie für Studierende gedachten Einführungsveranstaltungen sollen auf den Hauptvortrag einstimmen und spezielle Potsdamer Aspekte beleuchten.

Seien Sie herzlich eingeladen.

Weitere Informationen finden Sie hier über die Homepage des Leibniz-Kollegs Potsdam.