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Vierte Jahrestagung des Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg (ZJS)

Sephardim and Ashkenazim – Jewish-Jewish Encounters in History and Literature

Berlin, October 31-November 2, 2016

Conveners: Sina Rauschenbach (University of Potsdam), Kerstin Schoor (European University Viadrina Frankfurt/Oder)

Forschungen zur Geschichte und Literatur des sephardischen und aschkenasischen Judentums waren lange Zeit voneinander getrennt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler widmeten ihre Arbeiten entweder der Geschichte und Literatur der iberischen Juden oder der Geschichte und Literatur ihrer französischen, deutschen oder osteuropäischen Nachbarn. Doch das Bewusstsein für die Problematik einer derartigen Trennung steigt. Neuere Projekte und Studien plädieren zunehmend für die Aufhebung disziplinärer Engblicke und stellen ihnen eine organische Zusammenschau unterschiedlicher jüdischer Geschichten, Traditionen und Literaturen entgegen. Dabei werden nicht nur durch den Vergleich begründete Unterschiede neu herausgearbeitet. In der Begegnung der verschiedenen Kulturen werden auch produktive Potentiale in Vergangenheit und Gegenwart erkannt. Die Tagung verstand sich als Fortsetzung und weiterer Anstoß zu ähnlichen Diskussionen. Thematisiert wurden sephardisch-aschkenasische Beziehungen in Theorie und Praxis, religiöse Einflüsse und Unterschiede, innerjüdische und nicht-jüdische Narrative über die jeweils „anderen Juden“ sowie Fragen von Zugehörigkeiten und Identitäten. Der zeitliche Rahmen der Tagung erstreckte sich von der Frühen Neuzeit als der Epoche, die die Konstruktion sephardischer und aschkenasischer Identitäten markiert, bis in die Gegenwart. Der geographische Fokus lag auf Europa, wobei aber auch Länder und Kulturen außerhalb Europas zu Vergleichszwecken einbezogen wurden. Tagungssprachen waren Englisch und Deutsch.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.