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Exkursion nach Amsterdam 2016

Bericht von Katja Wolgast

Vom 11. bis zum 14. September 2016 fand in Kooperation mit dem ZJS und unter der Leitung von Prof. Dr. Sina Rauschenbach und Prof. Dr. Tirtsah Levie Bernfeld eine Exkursion von Studierenden der Jüdischen Studien, der Jüdischen Theologie und der Religionswissenschaft nach Amsterdam und Leiden statt.

Prof. Bernfeld, die unter anderem an der Universität Amsterdam unterrichtet und in der Vergangenheit als Kuratorin des Jüdischen Museums Amsterdam wirkte, vermochte es, den Studierenden innerhalb von nur vier Tagen einen großartigen Eindruck vom jüdischen Amsterdam und der Geschichte der Juden in den Niederlanden zu vermitteln.

Die Reise begann für den Großteil der Teilnehmenden mit einer schlechten Nachricht: ihr Flug nach Amsterdam wurde gestrichen. Dennoch gelang allen eine rechtzeitige Anreise. Zu dieser Zeit war es überdurchschnittlich heiß in den Niederlanden.

Das Rembrandt-Haus und eine Führung durch Amsterdam stellten den Auftakt der Exkursion dar.

Am zweiten Exkursionstag besuchte unsere Gruppe die Bibliothek der Portugiesisch-jüdischen Gemeinde Ets Haim, wo es möglich war, historische jüdische Dokumente aus der Zeit des Wiegendrucks zu studieren. Auch der Besuch der Portugiesischen Synagoge, des Jüdischen Museums, und der Bibliotheca Rosenthaliana standen auf dem Plan. Am Abend besuchten wir einen Workshop im De Pinto Haus.

Der zweite Tag unserer Reise führte uns über die Grenzen Amsterdams hinaus. Tirtsah Levie Bernfeld und Sina Rauschenbach brachten uns zum beeindruckenden jüdischen Friedhof Ouderkerk aan de Amstel, auf dem unter anderem Menasse ben Israel begraben liegt.

Der anschließende Weg nach Rijnsburg führte uns, vorbei am Meer, zum Spinoza-Haus, das von vielen Teilnehmenden als sehr beeindruckend geschildert wurde. Dort entstand auch unser Gruppenbild. Am Nachmittag wurde uns eine schöne private Führung bei mittlerweile sehr heißen Temperaturen durch die Synagoge von Leiden zuteil. In aller Kürze konnten wir uns auch die Universität von Leiden ansehen.

Am Abend besuchten wir das Anne-Frank-Haus, dessen Konzept wohl am kontroversesten auf der Exkursion diskutiert wurde. Hier gingen die Meinungen über den Umgang mit der Geschichte weit auseinander.

Bevor sich am dritten Tag alle Teilnehmenden wieder auf die Rückreise machen, besuchten wir das Stadtarchiv Amsterdam. Auch dort bekamen wir einen persönlichen Einblick in historische Dokumente und ihre Geschichte. Der Nachmittag bis zur individuellen Abreise wurde von den meisten genutzt, um noch die eine oder andere Sehenswürdigkeit wie "Ons' Lieve Heer op Solder" oder das Rijksmuseum zu besuchen.

Die Exkursion kann aus meiner Sicht als rundum gelungen beschrieben werden. Wir haben einen intensiven Einblick in die jüdische Geschichte der Niederlande erhalten, der besser nicht hätte sein können.