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Forschung weltweit – Das Präsidium schreibt erneut Anschubfinanzierung für internationale Projekte aus

Die Forschung der Universität international vernetzen soll auch dank der KoUP-Förderung gelingen. Foto: Karla Fritze.

Die Forschung der Universität international vernetzen soll auch dank der KoUP-Förderung gelingen. Foto: Karla Fritze.

„Internationale Kooperationen gehören heute zum universitären Alltag“, sagt Prof. Dr. Ottmar Ette, Internationalisierungsbeauftragter der Philosophischen Fakultät. „Das gilt gerade für die Universität Potsdam.“ Seit 2013 nutzt die Alma Mater zur Anbahnung solcher Partnerschaften die sogenannte Kooperationsförderung KoUP. Die Fakultäten werben für diese universitätseigene Förderung: Bereits 107 Projekte wurden mit insgesamt einer halben Million Euro unterstützt. Am 1. Dezember 2017 startet die nächste Bewerbungsphase.

KoUP soll die gemeinsame Antragstellung mit einer Partnerinstitution sowie Workshops und Recherchearbeiten im Ausland ermöglichen. So können Potsdamer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erste Kontakte zu akademischen Einrichtungen weltweit gewinnen und mit den dortigen Forschern ins Gespräch kommen. Im besten Fall entstehen daraus längerfristige Kooperationen, die über Drittmittel finanziert fortgesetzt werden. 

Wie das Projekt „Life and Mind: An Exploration of the Metamorphoses of the Kantian Moment in Philosophy“. Prof. Dr. Johannes Haag vom Institut für Philosophie hatte 2015 gemeinsam mit Kollegen der Universität Tel Aviv und der Universität Chicago eine KoUP-Förderung der Uni Potsdam eingeworben. Diese Unterstützung ermöglichte einen internationalen Workshop zur Antragsvorbereitung. So konnten sich die Forscher bei der German Israeli Foundation for Scientific Research and Development (GIF) um die Förderung ihres Projekts über die Folgen der Kantischen Revolution in der Philosophie bewerben.

Mit einem positiven Ergebnis: Seit Anfang dieses Jahres unterstützt die deutsch-israelische Stiftung die Forschungskooperation für drei Jahre mit insgesamt 140.000 Euro. Die ersten Konferenzen in Tel Aviv und Berlin haben bereits stattgefunden. „Wir sind sehr optimistisch, dass wir die Kooperation auch über die drei Jahre der GIF-Förderung hinaus aufrechterhalten und weiter intensivieren können“, sagt Johannes Haag. „Die KoUP-Unterstützung hat uns dazu ermutigt, bereits bestehende Kontakte zu institutionalisieren.“ Weitere KoUP-Mittel konnte der Wissenschaftler für die Mitwirkung von Philosophinnen und Philosophen aus anderen europäischen Ländern und den USA an Projektworkshops einwerben.

Zum strategischen Interesse der Universität wurde die Internationalisierung mit der Hochschulrektorenkonferenz 2012. Im Zuge dessen erhalten nicht mehr nur Forschende und Studierende die Möglichkeit zum Auslandsaufenthalt, sondern auch das Verwaltungspersonal. Darüber hinaus können sie an Schulungen in Englisch und interkultureller Sensibilisierung teilnehmen. Weitere Erfolge sind die Vereinfachung der Anerkennung im Ausland erworbener Studienleistungen sowie ein Leitfaden für die Austauschkoordinatoren an den Fakultäten. Auch die Internationalisierung durch Digitalisierung wird in den kommenden Jahren ein wichtiges Ziel sein. Mit der ConnAct.UP ist bereits eine virtuelle Plattform mit den internationalen Forschungsprojekten der Universität entstanden. „Wir möchten die Sichtbarkeit der Universität Potsdam in der Welt erhöhen“, so Ottmar Ette. Zugleich kommt die Internationalisierung natürlich auch dem interkulturellen Austausch auf dem eigenen Campus zugute. 

Vom 1. Dezember 2017 bis Mitte Januar 2018 können sich wieder Forschende aller Fakultäten um KoUP-Mittel bewerben. Förderbar sind Projekte mit Partnern in den Schwerpunktregionen der Universität: Australien, Frankreich, Israel, Polen, Russland, Türkei, USA sowie die Regionen Mittel- und Südamerika und südliches Afrika. 

Weitere Informationen: www.uni-potsdam.de/international.html 

Text: Jana Scholz
Online gestellt: Marieke Bäumer
Kontakt zur Onlineredaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de