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Fachportal Wissenschaft - Praxis

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15. Oktober 2017 - 10/2017

"Sprachentwicklungsverzögerung - Elternfragebögen als Möglichkeit der Früherkennung"

Autorin:

Eveline Pinstock (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:

Ein verzögerter Sprechbeginn weist auf eine mögliche Sprachentwicklungsstörung hin, kann eine Störung jedoch aufgrund interindividuell unterschiedlicher Entwicklungsverläufe nicht sicher vorhersagen. Durch Elternfragebögen können Sprachentwicklungsverzögerungen im Alter von zwei Jahren zuverlässig erkannt werden. Im deutschsprachigen Raum existieren diverse normierte Elternfragebögen (ELAN-R, ELFRA-2, FRAKIS bzw. FRAKIS-K, SBE-2-KT und A-CDI), die als Screeninginstrumente in Frage kommen. Für aussagekräftige Angaben zur prognostischen Validität der Fragebögen ist weitere Forschung notwendig. Ebenso ist eine einheitliche Klassifikation für eine verzögerte und gestörte Sprachentwicklung erforderlich. Zum Artikel

Schlagwörter:

frühkindliche Sprachentwicklung, späte Sprecher, gestörte Sprachentwicklung, Elternfragebogen, diagnostisches Screening

15. September 2017 - 09/2017

"Lernen individuell fördern – wie kann das gelingen?"

Autorin:

Karin Salzberg-Ludwig (Universität Potsdam) 

Zusammenfassung:

Schulisches Lernen gelingt nicht immer allen Kindern und Jugendlichen so gut, wie sie und auch die Lehrkräfte und Eltern es sich wünschten. Diese Kinder benötigen besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung. Neben einer kontinuierlichen Beobachtung und Analyse ihres Lernverhaltens ist es hilfreich, schnell und flexibel bei der Planung von Fördermaßnahmen zu reagieren. Doch wie kann das in dem regulären Schulalltag gelingen? 
Dieser Frage widmet sich der vorliegende Beitrag. Auf der Grundlage einer systematischen Analyse von Förderplänen und -maßnahmen und einer kurzen Beschreibung gelingender Lernhandlungen wird das in Brandenburger Schulen bereits erfolgreich eingesetzte Struktur- Lege-Verfahren zur individuellen Diagnostik und Förderplanung anhand eines Fallbeispiels vorgestellt. Zum Artikel

Schlagwörter:

Lernstörungen, individuelle Lernförderung, Modell der Lernhandlungen, Struktur-Lege-Verfahren, Erarbeitung von Förderzielen und -maßnahmen

15. August 2017 - 08/2017

"Interkulturelle Kompetenz in der Schule – Berücksichtigung kultureller Variation vs. Stereotypisierung"

Autorinnen:

Miriam Schwarzenthal (Universität Potsdam) und Anna Handrick (Technische Universität Chemnitz)

Zusammenfassung:

Angesichts zunehmender kultureller Vielfalt in deutschen Schulen wird vermehrt gefordert, dass Lehrer_innen und Schüler_innen interkulturelle Kompetenz entwickeln müssen. Psychologische Theorien fassen unter den Begriff interkulturelle Kompetenz u.a. die Bewusstmachung kultureller Einflüsse auf eigenes Verhalten und das Verhalten anderer. Vorschnelle kulturelle Zuschreibungen können jedoch auch Stereotypisierungen begünstigen. Daher wird empfohlen, in interkulturellen Situationen stets die Individualität jeder Person zu berücksichtigen (z.B. auch individuelle und situationale Erklärungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen), übereilte Urteile zurückzuhalten und mehr über Ursachen für Verhalten herauszufinden, bevor gehandelt wird. Zum Artikel

Schlagwörter:

Migration, Kultur, Interkulturelle Kompetenz, Stereotype

15. Juli 2017 - 07/2017

"Der gemeinsame Unterricht in Brandenburg – Inklusives Lernen zwischen Erfahrungen und neuen Entwicklungen"

Autorinnen:

Stefanie Bosse und Nadine Spörer (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:

Das Bundesland Brandenburg knüpft auf dem Weg zu einem inklusiven Schulsystem an zahlreiche Erfahrungen im gemeinsamen Unterricht an. Gleichwohl betreten Schulen auch Neuland, sowohl auf administrativer Ebene bei der Verteilung von Ressourcen, als auch methodisch-didaktisch im konkreten Unterricht. In diesem Blog-Beitrag wird geschildert, welche Erfahrungen Brandenburger Schulen in der Vergangenheit gesammelt haben und wie der Status Quo ist. Dabei wird vor allem auf die Entwicklung des gemeinsamen Lernens von der Integration zur Inklusion eingegangen. Anschließend wird der Blick auf die kommenden Jahre gerichtet, indem die aktuellen bildungspolitischen Pläne der Brandenburger Landesregierung diskutiert werden. Zum Artikel

Schlagwörter:

Inklusion, Grundschule, Brandenburg, Schulentwicklung, PING, Gemeinsames Lernen

15. Juni 2017 - 06/2017

"Demokratiebildung und der Umgang mit rechtsorientierten Jugendlichen in Schule und Jugendarbeit"

Autorin:

Anna Jachmann-Ciaglia (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:

Das praktische Erleben demokratischer Prinzipien wird als zentrales Lernelement sowohl für die Schule als auch für die Offene Jugendarbeit formuliert. Somit ergibt sich die Frage, wie Demokratiebildung handlungspraktisch ausgestaltet wird und wie pädagogische Fachkräfte mit jungen Menschen umgehen, die sich demokratiefeindlichen Orientierungen zuwenden. Zur Beantwortung dieser Frage wurden drei qualitative Studien ausgewählt, deren Fokus jeweils auf der Rekonstruktion des handlungsleitenden, impliziten Erfahrungswissens der pädagogischen Fachkräfte liegt.

Zunächst werden zentrale Ergebnisse der Studien vorgestellt. Diese werden anschließend verglichen und hinsichtlich ihrer praktischen Implikationen für Schule und Jugendarbeit diskutiert. Zum Artikel

Schlagwörter:

Demokratiebildung, rechts-orientierte Jugendliche, pädagogische Handlungspraxis, implizites Wissen, Schule, Offene Jugendarbeit

15. Mai 2017 - 05/2017

"Die duale Unterrichtsplanung am Beispiel der sozialen und emotionalen Entwicklungsförderung – didaktische Gestaltungsmöglichkeiten für den inklusiven Unterricht"

Autorinnen:

Mareike Urban und Tatjana Leidig (Universität zu Köln)

Zusammenfassung:

Der vorliegende Artikel beschreibt die Möglichkeit, im Sinne der dualen Unterrichtsplanung akademisches Lernen mit entwicklungsbezogenem (beispielsweise motorischem, sensorischem oder sozialemotionalem) Lernen zu verknüpfen. Neben einer grundsätzlichen Legitimation für ein solches Vorgehen werden die einzelnen Planungselemente konkretisiert und im Rahmen einer Checkliste zusammengestellt. Der besondere Stellenwert des sozial-emotionalen Lernens in Verbindung mit akademischem Lernen im inklusiven Kontext wird explizit begründet und anhand verschiedener Unterrichtsideen sowie des Präventionstrainings „Ben & Lee“ konkretisiert. Zum Artikel

Schlagwörter:

Duale Unterrichtsplanung, inklusiver Unterricht, sozial-emotionale Entwicklungsförderung, Ben & Lee

15. April 2017 - 04/2017

"Gruppenbezogenes Denken und die Problematik der Identitätsbildung bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf"

Autorin:

Deborah Ryszka, (Universität Potsdam)

Zusammenfassung: 

Im Gegensatz zum angelsächsischen Sprachraum spielt in Europa, insbesondere in Deutschland, ein gruppenbezogenes Denken bzw. ein Denken in Gruppen- oder Kollektivkategorien eine relevante Rolle, welches den Schulalltag nicht unberührt lässt und besonders auf die Identitätsbildung bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf problematisierend wirkt. Daher scheint es notwendig, zukünftige Lehrkräfte für eine individualisierte Betrachtung von Kindern mit sonderpädagogischer Förderbedarf (SFB) zu sensibilisieren. Zum Artikel

Schlagwörter:

Gruppendenken, Identität, Selbst(konzept), sonderpädagogischer Förderbedarf

15. März 2017 - 03/2017

"Selbstwirksamkeitserwartung - Was bedingt sie und wie kann sie gefördert werden?"

Autorin:
Karolina Urton (Universität zu Köln)

Zusammenfassung:
Der vorliegende Artikel zeigt auf, was die Selbstwirksamkeitserwartung einer Lehrkraft bzw. einer Schülerin oder eines Schülers für das Aufgreifen und die Bewältigung von Aufgaben im schulischen Kontext bedeuten kann. Dazu wird zunächst das theoretische Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung von Bandura (1997) erläutert. Daran anschließend wird aufgezeigt, welche Aspekte förderlich auf die Entwicklung der Selbstwirksamkeitserwartung eines Menschen einwirken können. Auf dieser Basis werden konkrete Möglichkeiten der Förderung des individuellen und kollektiven Selbstwirksamkeitserlebens von Schülerinnen und Schülern sowie von Lehrkräften dargestellt. Zum Artikel

Schlagwörter:
Selbstwirksamkeitserwartung, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Förderung

15. Februar 2017 - 02/2017

"Um in unserer Klasse dazuzugehören, …" - Zur Bedeutung von Normen für die soziale Integration in der Klasse

Autorin:
Anja Schaefer (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Ein wichtiges Anliegen der Bemühungen um ein inklusives Schulsystem stellt die gemeinsame Unterrichtung aller Kinder in der Klasse dar. Jedoch scheinen insbesondere Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SFB) dabei ein erhöhtes Ausgrenzungsrisiko zu haben (Huber, 2008). Eine wichtige Rolle spielen hierfür Klassennormen, die als Kriterien für Akzeptanz und Ablehnung relevant werden (Petillon, 1980). Welche Bedeutung Normen für die soziale Integration in der Klasse haben, welche Normen aus Sicht von Grundschulkindern integrationsrelevant sein können und inwiefern sich daraus Implikationen für die pädagogische Praxis ergeben, wird im Beitrag thematisiert. Zum Artikel

Schlagwörter:
soziale Integration, Gruppennormen, Klasse, Grundschule

15. Januar 2017 - 01/2017

„Nützt es was oder nützt es nichts?“ - Direct Behavior Rating (DBR) als diagnostische Methode zur zeitnahen Überprüfung des Fördererfolgs bei unterrichtlichem Schülerinnen- und Schülerverhalten

Autor:
Gino Casale (Universität zu Köln)

Zusammenfassung:
Die Umsetzung einer evidenzbasierten pädagogischen Praxis setzt diagnostische Verfahren voraus, die zur Überprüfung des Fördererfolgs im Einzelfall geeignet sind. In diesem Kontext haben sich Methoden der Verlaufsdiagnostik als geeignet erwiesen. Während für den Bereich des akademischen Lernens bereits einige solcher Verfahren entwickelt und evaluiert wurden, fehlen im Bereich des Unterrichtsverhaltens von Schülerinnen und Schülern noch vergleichbare Verfahren, die für eine engmaschige Erfassung des Verhaltens geeignet sind. Das Direct Behavior Rating (DBR) hat sich international und in ersten Studien auch in Deutschland als potenzielles Verfahren für diese Zwecke bewährt. Der vorliegende Beitrag stellt die Methode konzeptionell vor. Zentrale Aspekte des aktuellen Forschungsstandes zur Testgüte werden – vor dem Hintergrund der praktischen Relevanz – präsentiert. Die Methode wird anhand eines Fallbeispiels exemplarisch für die praktische Umsetzung angewendet. Zum Artikel

Schlagwörter: Verhaltensdiagnostik, Evidenzbasierte Praxis, Direct Behavior Rating

15. Dezember 2016 - 12/2016

Multiprofessionelle und Eltern- Kooperation als Facette (inklusions)pädagogischer Kompetenz von Lehrkräften – Koordination und Kommunikation mit Lehrkräften, professionellen Fachkräften und Eltern.

Autoren:
Dr. rer. nat. Karsten Krauskopf (Universität Potsdam), Prof. Dr. Michel Knigge (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Wenngleich es zumeist noch die Regel ist, dass Lehrkräfte den Unterricht im Klassenzimmer einzeln verantworten, ist gelungene Kooperation mit unterschiedlichen Akteuren eine nicht zu vernachlässigende Ressource von (inklusiver) Bildung. Basierend auf einer Schulentwicklungsperspektive auf Unterricht legen wir in diesem Beitrag den Fokus auf einen besonderen Aspekt der Professionalisierung von Lehrkräften: Bereitschaft und Kompetenz zur Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Beteiligten. Wir stellen Befunde und Konzepte für unterschiedliche Akteursgruppen (Lehrpersonen, andere professionelle Fachkräfte und Eltern) sowie Teilprozesse gelingender Zusammenarbeit (Koordination und Kommunikation) dar und leiten praktische Herangehensweisen ab. Zum Artikel

Schlagwörter:
Kompetenzprofil inklusiver Lehrkräfte, inklusive Bildungsprozesse, Kooperation, Kollaboration, Multiprofessionelle Kooperation, Elternbeteiligung

15. November 2016 - 11/2016

Adaptive und evidenzbasierte Förderung im Unterricht - Wozu braucht man das?

Autorin:
Luisa Wagner (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Bereits zu Beginn der Schulzeit verfügen Schülerinnen und Schüler über sehr verschiedene Lernvoraussetzungen, auf die sie im Unterricht zurückgreifen können. Die Lernangebote müssen daher so konzipiert sein, dass jedes Kind bestmöglich gefördert wird, unabhängig von Voraussetzungen, die es mitbringt. Adaptive Förderung im Unterricht ist eine Möglichkeit, mit dieser Heterogenität umzugehen. Dabei wird von einer Orientierung am Durchschnitt abgerückt und der Unterricht auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet. Dies wird durch ständige Selbstevaluation des Handelns der Lehrkraft erreicht. Werden in einem solchen Unterricht außerdem evidenzbasierte Förderkonzepte eingesetzt, kann eine optimale Unterstützung aller Schülerinnen und Schüler gewährleistet werden. Der Artikel erläutert die Grundzüge einer adaptiven und evidenzbasierten Förderung und geht auf Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht ein. Zum Artikel

Schlagwörter:
Adaptivität, evidenzbasiert, Förderung, Heterogenität

15. Oktober 2016 - 10/2016

Reflexion kultureller Normen und deren Einfluss im Klassenraum

Autoren:
Ursula Moffitt und Marcel Badra (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Kulturelle Normen beeinflussen unser tägliches Leben in vielerlei Hinsicht – von der Art miteinander zu kommunizieren bis hin zur Art unsere Umgebung und unsere Welt wahrzunehmen. Im Schulbereich beeinflussen Normen nicht nur den Klassenraum und die Lehrpläne, sondern auch die Erwartungen der Lehrkräfte an ihre SchülerInnen. Der vorliegende Bericht bietet einen kurzen Einblick in die Auswirkungen der kulturellen Normen im Klassenraum und bietet einige forschungsbasierte Tipps für Lehrkräfte, um ihre eigene Perspektive zu reflektieren und eine unterstützende Lernumgebung für SchülerInnen mit vielfältigen kulturellen Hintergründen zu schaffen. Zum Artikel

Schlagwörter:
kulturelle Normen, kulturell relevante Bildung, Polykulturalismus, implizite Theorien

15. September 2016 - 09/2016

Kulturelle Vorstellungen in der Lehrerbildung: Status quo und Möglichkeiten der Veränderung

Autoren:
Sauro Civitillo, Prof. Dr. Linda Juang, Dr. Maja K. Schachner
(Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Eine Hauptaufgabe für AusbilderInnen zukünftiger Lehrkräfte ist es Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich die angehenden Lehrkräfte mit ihren persönlichen und pädagogischen Überzeugungen zu kultureller Vielfalt im Ausbildungskontext auseinandersetzen können. Daher haben viele pädagogische Institute in ihrer Ausbildung Module implementiert, welche die Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt mit verschiedenen Formaten (z.B. Seminare oder Felderfahrung) und verschiedenen Methoden (z.B. Selbstreflexion oder multikulturelle Literatur) verstärken und damit die kulturellen Vorstellungen hinterfragen sollen. Dieser Artikel soll einen Überblick über die Effektivität dieser Module geben und dadurch zu einem besseren Verständnis beitragen. Zum Artikel

Schlagwörter:
Kulturelle Vielfalt, Überzeugungen, Lehrerbildung, Literaturüberblick

15. August 2016 - 08/2016

Klassenmanagement – Grundlagen, Strategien für die Praxis und Perspektiven für die Lehrerbildung

Autorin:
Marie-Luise Gehrmann (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Guter Unterricht kann allgemein als ein Lehr-Lern-Prozess begriffen werden, bei dem alle Kinder einer Lerngruppe die zur Verfügung stehende Lernzeit nach individuellen Maßstäben zielführend nutzen. Hierbei stellen insbesondere Kinder mit Gefühls- und Verhaltensstörungen eine Herausforderung für Lehrkräfte dar. Ein bedeutsamer Faktor für guten Unterricht ist ein effektives Klassenmanagement. Dieses umfasst alle Lehrerhandlungen, welche Ordnungs- und Kommunikationsstrukturen einführen und sichern sowie aktive Schülerpartizipation ermöglichen. Grundlagen zum Thema Klassenmanagement werden dargestellt und exemplarisch für Schülerinnen und Schüler mit ADHS konkretisiert, um Ansätze für eine inklusive Beschulung dieser Schülergruppe aufzuzeigen. Abschließend werden Perspektiven für die Lehrerbildung formuliert. Zum Artikel

Schlagwörter:
Klassenmanagement, ADHS, Inklusion, Lehrerbildung

15. Juli 2016 - 07/2016

Depressionen und Ängste bei Schüler_innen
Unauffällige Auffälligkeiten

Autorin:
Jana Grubert (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Ängstliche und depressive Kinder und Jugendliche fallen in der Schule kaum auf. Sie benötigen aber ebenso wie verhaltensauffällige Schüler_innen Unterstützung, um Risiken hinsichtlich ihrer emotional-sozialen Entwicklung abzuwenden. Lehrkräfte können einen Beitrag zu frühzeitiger Feststellung psychischer Belastungen leisten, wenn sie über entsprechend unauffällige Symptome Bescheid wissen. Dieser Artikel bietet einen Überblick über internalisierende Auffälligkeiten, diagnostische Verfahren und mögliche Ansätze der Früherkennung im Schulkontext. Zum Artikel

Schlagwörter:
Diagnostik, emotional-soziale Entwicklung, Depressionen, Ängste

15. Juni 2016 - 06/2016

Stigmatisierungsprozesse – Sichtweisen, Forschungsbelege und Ableitungen für den inklusionsförderlichen Unterricht

Autorin:
Tanja-Maria Ewald (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Im Rahmen von strukturellen Veränderungsprozessen im Schulsystem und der damit einhergehenden Unterrichtsentwicklung, bleibt die Frage offen, ob die Diagnose „Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SFB)“ Auswirkungen auf die soziale Rolle, die soziale Position und damit die soziale Akzeptanz hat. Erste Ableitungen des aus soziologischer Sicht dargestellten Etikettierungsprozesses, der daraus folgenden sozialen Rolle sowie Ergebnissen der sozialen Akzeptanz von Schülerinnen und Schülern mit SFB im Unterricht, sollen in diesem Beitrag Anhaltspunkte für unterrichtliche Handlungsimplikationen geben. Der Fokus liegt dabei auf der Kontakthypothese und dem kooperativen Lernen als handlungsleitendes didaktisch-methodisches Konzept. Zum Artikel

Schlagwörter:
Stigmatisierungsprozess, Etikettierung, soziale Akzeptanz, Kontakthypothese, Kooperatives Lernen

15. Mai 2016 - 05/2016

Ebenen der Schulentwicklung zur Gesundheitsförderung in inklusiven Grundschulen

Autorin:
Karolina Urton (Universität zu Köln, Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Auf der Grundlage des Mehrebenenmodells inklusiver Schulentwicklung (Heimlich, 2003) wird im folgenden Beitrag die Umsetzung eines gesundheitsförderlichen Konzeptes in der inklusiven Grundschule vorgeschlagen. Im Mittelpunkt steht das präventive Diagnose- und Förderkonzept zur Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen auf dem Hintergrund des RTI-Ansatzes (response to intervention). Hierbei wird insbesondere auch die multiprofessionelle Zusammenarbeit fokussiert. Neben der Beschreibung des Vorgehens werden praktische Hinweise gegeben und abschließend ein Fazit zu den möglichen Auswirkung auf die Gesundheit aller in der Schule beteiligten Personen gezogen. Zum Artikel

Schlagwörter:
Mehrebenenmodell inklusiver Schulentwicklung, psychische Gesundheit, RTI, multiprofessionelles Team

15. April 2016 - 04/2016

Erzählfähigkeit im Grundschulalter

Autorin:
Theresa Gerlach (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Die Erzählfähigkeit ist eine wichtige sprachliche Kompetenz, die Kinder üblicherweise im Elementar- und Primarbereich erwerben und die Einfluss auf die weitere schulische und soziale Entwicklung hat. Der Ansatz der Geschichtengrammatik bildet die Basis dieses Beitrags, weil sie sowohl zur Bewertung einer mündlichen Erzählung geeignet ist als auch Grundlage für die Förderung des Erzählerwerbs im Unterricht sein kann. Auf weitere Unterrichtsprinzipien zur direkten Förderung wird eingegangen. Ebenfalls werden Ziele der indirekten Förderung thematisiert, die sich aus den kognitiven und sprachlichen Voraussetzungen des Erzählerwerbs ergeben. Zum Artikel

Schlagwörter:
Erzählfähigkeit, Spracherwerb, Sprachförderung, Grundschule

15. März 2016 - 03/2016

Grundsteine inklusiver Praxis.
Brandenburger Grundschulkinder im inklusiven Unterricht

Autoren:
Christian Jäntsch (Universität Potsdam), Nadine Spörer (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Mit dem Pilotprojekt "Inklusive Grundschule" des Landes Brandenburg sollten Erkenntnisse darüber gewonnen werden, an welche Bedingungen eine erfolgreiche Umsetzung inklusiven Unterrichts in der Grundschule gebunden ist. Ein Baustein des Pilotprojektes war die wissenschaftliche Begleituntersuchung. Im Zentrum der PING-Studie stand die Frage, welche Merkmale der inklusiven Lernumgebung die fachliche und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler beeinflussen. Der vorliegende Beitrag stellt die PING-Studie vor und gibt Einblicke in zentrale Befunde. Darauf aufbauend wird abschließend aufgeführt, was Lehrerinnen und Lehrer im inklusiven Unterricht beachten sollten und welche Bedingungen zur Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer notwendig sind. Zum Artikel

Schlagwörter:
Inklusion, Unterricht, Grundschule, Schülerleistung, soziale Integration

15. Februar 2016 - 02/2016

Effektive Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen in der Grundschule mit Lubo aus dem All!

Autoren:
Dennis Hövel (Universität zu Köln), Thomas Hennemann (Universität zu Köln)

Zusammenfassung:
Der Beitrag thematisiert die Bedeutung manualisierter Präventionsprogramme zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen im Kontext übergeordneter Bildungsziele. Zunächst wird das Programm „Lubo aus dem All!“ in seinen Inhalten und methodisch-didaktischen Möglichkeiten sowie dem Transfer der Trainingsinhalte in den Schulalltag vorgestellt. Abschließend werden die vier zum Programm vorliegenden Studien kurz vorgestellt und Implikationen für die Praxis diskutiert: Das Theoriewissen und der Alltagstransfer der Lehrperson ist maßgeblich für die Wirksamkeit des Programms mitverantwortlich. Zum Artikel

Schlagwörter:
Prävention, Lubo aus dem All!, sozial-kognitive Informationsverarbeitung, Gefühls- und Verhaltensstörungen

15. Januar 2016 - 01/2016

Wenn Kinder nicht zuhören wollen - oder können?!

Autorin:
Stefanie Borgward (Uni Potsdam)

Zusammenfassung:
Auditive Verarbeitungs- und Warnehmungsstörungen (AVWS) sind Defizite in der Verarbeitung von Sprachsignalen bei normalem Hörvermögen. Im Unterricht zeigt sich eine AVWS typischerweise durch ein eingeschränktes Sprachverstehen v. a. unter Störgeräuschen, ein unzureichndes Kurrzeitgedächtnis für Sprache und Geräusche sowie Problemen im Erkennen und Unterscheiden von Sprachlauten. Dieser Beitrag beschreibt das Störungsbild und stellt konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der schulischen Lernsituation von Schülerinnen und Schülern mit AVWS vor. Diese betreffen die Gestaltung des Unterrichts, das Sprecherverhalten der Lehrperson und die räumlich-akustische Ausstattung des Klassenzimmers. Zum Artikel

Schlagwörter:
Auditive Verarbeitung, Schriftspracherwerb, Unterrichtsgestaltung, Sprecherverhalten, Klassenraumakustik

15. Dezember 2015 - 12/2015

Flüchtlingskinder im Klassenzimmer: Was wir wissen und was wir tun können

Autor:
Linda Juang, Jana Vietze und Maja Schachner (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Dem Inklusionsgedanken folgend hat jedes Kind, unabhängig von seiner Geschichte und seinen Ausgangsbedingungen, das Recht auf eine hochwertige Bildung. Gleichzeitig weisen Schulklassen eine immer höhere kulturelle Vielfalt auf. Trotzdem gibt es in Deutschland bisher wenig Forschung zum Umgang mit kultureller und migrationsbasierter Vielfalt in Schulen (Faas, 2008). Das ist besonders problematisch, wenn man bedenkt, dass Flüchtlingskinder und Kinder mit Migrationshintergrund einen zunehmenden Teil der deutschen Bevölkerung sowie der Weltbevölkerung ausmachen. Bildungserfolge sind nicht nur für die Kinder selbst, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt bedeutend (Masten, Liebkind, & Hernandez, 2012). Der vorliegende Artikel gibt einen Einblick, was wir bisher über Flüchtlingskinder und -jugendliche und ihren Schulalltag wissen, und Handlungsempfehlungen, wie wir den Flüchtlingskindern und ihren Eltern die Eingliederung in das deutsche Schulsystem erleichtern können. Außerdem werden Quellen und Unterrichtsmaterialien für Lehrpersonen aufgelistet, die Informationen zu Flucht, Migration und den Schulkontext in Deutschland und speziell in Brandenburg enthalten. Zum Artikel

Schlagwörter:
Kultur, Vielfalt, Flüchtlinge, Migration, Klassenklima, Elternarbeit

15. November 2015 - 11/2015

Gespräche mit Kindern über ihre Schreibungen als Möglichkeit der Förderdiagnostik im Schriftspracherwerb

Autor:
Katrin Böhme (Universität Potsdam) und Josefine Prengel (Papageno Grundschule, Berlin-Mitte)

Zusammenfassung:
Um rechtschreibschwache Kinder möglichst frühzeitig in ihrer Entwicklung gezielt zu unterstützen, muss zunächst geklärt werden, wo eine entsprechende Förderung ansetzen kann. Eine Möglichkeit hierfür ist ein Gespräch mit den Kindern über ihre Schreibungen und die Strategien, die sie beim Schreiben anwenden. Das Konzept solcher Gespräche ähnelt der Forschungsmethode des lauten Denkens. Diese Methode, Auszüge aus Gesprächen und Ergebnisse einer qualitativen Studie mit Dritt- und Viertklässlern möchten wir in diesem Beitrag vorstellen. Um die Gespräche auch zum Zweck der Förderdiagnostik einsetzen zu können, zeigen wir an Beispielen, welche Hinweise die Äußerungen der Kinder liefern und wie diese genutzt werden können. Zum Artikel

Schlagwörter:
Rechtschreibentwicklung, Rechtschreibstrategien, inklusive Förderdiagnostik, lautes Denken 

15. Oktober 2015 - 10/2015

Den Spaß in spaßig erkennen: Die Rolle der morphologischen Bewusstheit für das Leseverstehen

Autor:
Dr. Elisabeth Fleischhauer (Bergische Universität Wuppertal)

Zusammenfassung:
Die deutsche Rechtschreibung bildet nicht nur Laute ab sondern auch die Morpheme eines Wortes wie Vorsilben, Stämme und Endungen (z.B. : Rett-ung [=Stamm und Endung], un-glaub-lich [=Vorsilbe, Stamm und Endung]). Morpheme transportieren vielfältige Informationen eines Wortes, zum Beispiel seine Bedeutung und seine Wortart. Morpheme zu erkennen hilft daher dem Lesesinnverständnis. Sie werden im Leseunterricht der Primarstufe aber selten thematisiert. Dieser Beitrag soll herausarbeiten, inwiefern die Bewusstheit für Morpheme im Leseerwerb der Grundschule das Lesesinnverständnis fördert. Darüber hinaus werden Übungen zur Förderung der morphologischen Bewusstheit in der Primarstufe vorgeschlagen. Zum Artikel

Schlagwörter:
Schriftspracherwerb, Lesen und Schreiben, Förderung, morphologische Bewusstheit

15. September 2015 - 9/2015

Einstellungen im inklusiven Klassenzimmer - erkennen, verstehen und soziale Distanz verringern.

Autor:
Anita Gerullis (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Kinder mit und ohne Behinderungen lernen in inklusiven Klassen räumlich nah beieinander. Sie zeigen dadurch bessere Leistungen, jedoch sind Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf oft nicht genügend in die Klassengemeinschaft integriert. Die Kinder haben eine große soziale Distanz zueinander. Ein Grund dafür sind Einstellungen, die Kinder und auch Lehrkräfte haben, schon bevor ein Kind mit einer Behinderung in die Klasse kommt. Dieser Artikel beschreibt das Erkennen und die Messung dieser Einstellungen und der sozialen Distanz im Kontext der inklusiven Beschulung. Lehrkräfte bekommen Anregungen, wie sie die soziale Distanz in ihrem Klassenzimmer systematisch beobachten und verringern können. Zum Artikel

Schlagwörter:
inklusive Klassen, soziale Distanz, Einstellungen, Diagnostik

15. August 2015 - 8/2015

Von Antidiskriminierung und Anpassung zu gelebter Multikulturalität im Schulkontext
Eine Handlungsempfehlung für Lehrer

Autor:
Dr. Maja K. Schachner (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Deutschland ist ein Einwanderungsland. Dennoch liegt der Fokus der öffentlichen Integrationsdebatte vornehmlich auf der Anpassung von Menschen mit Migrationshintergrund an die deutsche Mehrheitskultur. Die gleichzeitige Aufrechterhaltung von Traditionen, Sprache und kulturellen Praktiken aus den Herkunftsländern wird dagegen oft nicht gerne gesehen. Stattdessen kursiert die Angst vor Überfremdung. Tatsächlich zeigen wissenschaftliche Studien aber, dass sich gerade die Offenheit auch für die Herkunftskulturen der Zuwanderer in vielerlei Hinsicht positiv auswirkt. Dies gilt besonders auch im Schul- und Bildungskontext, wie unsere eigene Forschung mit Daten von Schülern der 5. und 6. Jahrgangsstufe in Baden-Württemberg zeigt. „Mut zur Vielfalt“ lohnt sich also, auch wenn der Fokus auf Anpassung an eine gemeinsame Mehrheitskultur zunächst als der einfachere und zielführendere Weg erscheint. Zum Artikel

Schlagwörter:
Kulturelle Diversität, Multikulturelles Schulklima, Integration, Schüler mit Migrationshintergrund.

15. Juli 2015 - 7/2015

Förderung emotional-sozialer Kompetenzen durch Tootling - Forschungsstand sowie Implementation und Evaluation in der schulischen Praxis

Autoren:
Johanna Krull (Universität Potsdam, Universität zu Köln) & Anna-Maria Hintz (Universität Siegen)

Zusammenfassung:
Wenngleich sicherlich jeder Lehrkraft daran gelegen ist, prosoziales Verhalten von Schülerinnen und Schülern lobend anzuerkennen, gestaltet es sich im schulischen Alltag oftmals schwierig, dies zu realisieren. Insbesondere, wenn zeitgleich störende oder unangemessene Verhaltensweisen gezeigt werden, bleibt manches positive Verhalten unbemerkt oder findet kaum Beachtung. Aus diesem Grunde soll in diesem Artikel Tootling als eine schulpraktische Handlungsmöglichkeit dargestellt werden, anhand derer die Aufmerksamkeit der Lernenden sowie der Lehrkräfte während des Schulalltags stärker und expliziter auf die Wahrnehmung und die Anerkennung positiver Verhaltensweisen gelenkt wird, als dies oftmals im Schulalltag der Fall ist. Zum Artikel 

Schlagwörter:
Unterrichtsstörungen, Classroom Management, Positive Behavior Support, Tootling, sozial-emotionale Kompetenzen, heterogene Lerngruppen

15. Juni 2015 - 6/2015

Lernen durch Kooperation - Auswirkungen kooperativer Lernarrangements auf das Selbstkonzept von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten

Autor:
Tanja-Maria Ewald (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Der nachfolgende Artikel diskutiert das kooperative Lernen im aktuellen Schulkontext der immer heterogener werdenden Schülerschaft. Dabei wird ausgehend vom System Schule als Lernort, die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler beschrieben. Ziel dessen ist die Leistungsentwicklung über die Theorie der „Zone der nächsten Entwicklung“ (Vygotski, 1978) und der damit verbundenen Interaktionen mit anderen Schülerinnen und Schülern oder der Lehrkraft selbst. Diese Leistungsentwicklung kann durch das Forcieren von Interaktionsmöglichkeiten das Selbstkonzept positiv beeinflussen. Daher wird das kooperative Lernen als didaktisch-methodisches Konzept dargestellt, um anhand von Forschungsergebnissen zu belegen, welche Möglichkeiten durch einen solchen Unterricht bestehen. Zum Artikel

Schlagwörter:
Lernentwicklung, Selbstkonzept, Kooperatives Lernen, Verhaltensauffälligkeiten

15. Mai 2015 - 5/2015

Soziale Ansteckung im Klassenzimmer
Das Risiko kennen, das Potenzial nutzen

Autor:
Marie-Luise Gehrmann (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Im Zuge der Umsetzung der Inklusion in Deutschland ergibt sich eine zunehmende Anzahl an Kindern mit Verhaltensschwierigkeiten im Regelschulsystem. Es stellt sich die Frage, welche Effekte dies auf die Verhaltensentwicklung der Kinder selbst sowie ihrer Mitschüler hat. Um unerwünschte Einflussprozesse zu begrenzen und erwünschte bestärken zu können, werden Informationen dazu benötigt, was Individuen anfällig für soziale Ansteckung macht. Anhand empirischer Ergebnisse wird betrachtet, ob die Gelegenheitsstrukturen für soziale Ansteckung für alle Kinder einer Klasse identisch sind, wer tatsächlich in Richtung prosozialen oder dissozialen Verhaltens „angesteckt“ wird und welche Faktoren dafür bedeutungsvoll erscheinen. Abschließend werden Potenziale für die Prävention und Intervention von Verhaltensschwierigkeiten aufgezeigt. Zum Artikel

Schlagwörter:
Verhaltensprobleme, soziale Ansteckung, Peer-Ansteckung, Inklusion, Intervention

15. April 2015 - 4/2015

Im Unterricht über Gefühle sprechen?
Emotionales Verständnis fördern

Autor:
Theresa Gerlach (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Das Verstehen von Emotionen ist eine wichtige Kompetenz und beeinflusst sowohl das eigene Verhalten als auch soziale Beziehungen von Kindern. Dennoch wird das Emotionsverständnis in der Schule kaum gefördert. Ziel dieses Artikels ist es, die Notwendigkeit einer expliziten Förderung des Emotionsverständnisses in der Primarstufe zu begründen. Darüber hinaus sollen Fördermöglichkeiten dargestellt werden, die zugunsten der kindlichen Entwicklung und einer guten Lernatmosphäre im Unterricht umgesetzt werden können. Zum Artikel

Schlagwörter:
Emotionales Verständnis, Förderung emotionaler Kompetenz, soziale Inklusion, Grundschule

15. März 2015 - 3/2015

Maßnahmen zur Verbesserung der Lernmotivation in der Schule

Autor:
Jannis Bosch (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Speziell mit zunehmender Heterogenität von Schulklassen und damit einhergehenden erhöhten Anforderungen im selbstverantwortlichen Lernen ist die Lernmotivation ein maßgeblicher Faktor für den Lernerfolg. Aber welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um die Motivation aller Lernenden bestmöglich zu fördern? Im ersten Teil dieses Artikels werden verschiedene Theorien zur Entwicklung und Aufrechterhaltung der Lernmotivation vorgestellt. Im zweiten Teil werden wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit der identifizierten Einflussgrößen überprüfen, diskutiert und im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit im schulischen Unterricht analysiert.  Zum Artikel

Schlagwörter:
Lernmotivation, Selbstbestimmtes Lernen, Attribution, Selbstregulation, Motivationstraining

15. Februar 2015 - 2/2015

Diagnostik von Rechenschwäche
Von der Klassifikation zur entwicklungsorientierten Diagnostik

Autor:
Miriam Balt (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Der Erwerb mathematischer Kompetenzen ist ein Entwicklungsprozess, der deutlich vor der Einschulung beginnt. Demzufolge starten die Kinder bereits mit unterschiedlichem mathematischen Vorwissen in den Anfangsunterricht. Um Kinder mit einem Risiko für eine Rechenschwäche (Fachbegriff: Dyskalkulie) frühzeitig identifizieren und ihren Bedürfnissen angemessen fördern zu können, ist die Einrichtung einer gut funktionierenden Diagnostik unerlässlich. Welche Relevanz hat aber die aktuell praktizierte Diagnostik nach ICD-10 Kriterien für die Förderplanung bezogen auf die individuelle Situation eines Kindes? Als notwendige Alternative wird eine entwicklungsorientierte Diagnostik vorgeschlagen, die Aussagen darüber zulässt, wo im Prozess der mathematischen Kompetenzentwicklung sich ein Kind befindet und welche Unterstützung es konkret benötigt. Zum Artikel

Schlagwörter:
Diagnostik, Rechenschwäche, mathematische Kompetenzentwicklung

15. Januar 2015 - 1/2015

Soziometrie und Netzwerkanalyse
Eine Methode zur Erfassung der Gruppendynamik in inklusiven Schulklassen

Autor:
Pawel R. Kulawiak (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Reziproke Freundschaften und die soziale Interaktion in Cliquen sind das eigentliche Wesen einer Klassengemeinschaft. Im Rahmen der Transformation des Schulsystems hin zur Inklusion wird zunehmend die soziale Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf untersucht. Für die Erfassung der Gruppendynamik in heterogenen Schulklassen gewinnen soziometrische und netzwerkanalytische Methoden zunehmend an Bedeutung. Die Anwendung dieser Methoden wird hier am Beispiel der soziometrischen Befragung einer inklusiven Grundschulklasse erläutert und die soziale Integration von Schulkindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird untersucht. Zum Artikel

Schlagwörter:
Soziometrie, Netzwerkanalyse, soziale Integration

15. Dezember 2014 - 2/2014

Lernverlaufsdiagnostik
Definition, Einsatzbereiche und Perspektiven für die pädagogische Praxis

Autor:
Moritz Börnert (Universität Potsdam)

Zusammenfassung:
Die Lernverlaufsdiagnostik stellt eine Möglichkeit der Darstellung von individuellen Lernverläufen dar. Mit Hilfe dieser können Aussagen über gegenwärtige Bewältigung von schulischem Lernen getroffen und entstehende schulische Schwierigkeiten präventiv erkannt werden. Somit könnte Lernverlaufsdiagnostik einen wichtigen Beitrag zum Gelingen schulischer Inklusion leisten. In diesem Artikel wird das Konstrukt der Lernverlaufsdiagnostik erklärt und auf Schwierigkeiten in der Testerstellung und -auswertung aufmerksam gemacht. Zudem wird ein Überblick über existierende Verfahren zur Lernverlaufsdiagnostik im deutschsprachigen Raum gegeben. Evidenzen zur Wirksamkeit von Lernverlaufsdiagnostik werden zusammengefasst.   Zum Artikel

Schlagwörter:
Lernverlaufsdiagnostik, Inklusiver Unterricht

15. November 2014 - 1/2014

Selektiver Mutismus bei Grundschulkindern
Diagnose und Fördermöglichkeiten

Autor:
Anja Starke (Universität Potsdam, TU Dortmund)

Zusammenfassung:
Selektiver Mutismus ist eine relativ seltene Angststörung der frühen Kindheit, bei der Kinder in spezifischen Situationen (z.B. in der Schule) schweigen, obwohl sie über adäquate Sprachkompetenzen verfügen. Aufgrund der Seltenheit und Unscheinbarkeit des Phänomens wird selektiver Mutismus häufig erst spät erkannt. In diesem Beitrag werden Möglichkeiten der Diagnostik im schulischen Kontext vorgestellt. Ein Überblick über mögliche Interventionen im außerschulischen Bereich, sowie erste Hinweise für die Förderung schweigender Kinder in der Schule werden gegeben.  Zum Artikel

Schlagwörter:
Selektiver Mutismus, Schule, Diagnostik, Fördermöglichkeiten