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Projekte

Namdeutsch: Die Dynamik des Deutschen im mehrsprachigen Kontext Namibias

Projekt in Kooperation Potsdam/Berlin - Windhoek (DFG)

Das Forschungsprojekt in deutsch-namibischer Kooperation untersucht und erfasst das Deutsche im gegenwärtigen Namibia, das durch eine vitale Sprechergemeinschaft gestützt wird, die in Sprachkontakt mit Afrikaans, Englisch und afrikanisch-namibischen Sprachen steht. Das Projekt befasst sich mit Sprachstruktur, Registervariation und Spracheinstellungen in der deutschsprachigen Gemeinschaft in Namibia.

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Abgeschlossene Projekte

DAAD-Gastlehrstuhl „The Multilingual Lexicon“

Der Gastlehrstuhl  „The Mulilingual Lexicon“  wurde in Kooperation der Potsdamer Zentren „Sprache, Variation und Migration“ (Heike Wiese) und „Research Institute for Multilingualism“ (Harald Clahsen) organisiert. Er diente als Fokuspunkt für drei Masterstudiengänge (International Master's / Doctoral Program Experimental and Clinical Linguistics; Linguistik: Kommunikation - Variation – Mehrsprachigkeit; Fremdsprachenlinguistik) und verstärkte fakultätsübergreifend den sprachwissenschaftlichen Schwerpunkt „Mehrsprachigkeit“, der durch den Lehrstuhl ein besonderes internationales Profil erhalten hat.

 Die bislang detailliertesten Einsichten zur Natur der Mehrsprachigkeit kommen aus Untersuchungen zum Lexikon, z.B. aus Experimenten zur Worterkennung. Aus diesen Studien wissen wir z.B., dass Mehrsprachigkeit Vorteile für andere (nicht-sprachliche) kognitive Fähigkeiten haben kann, dass Mehrsprachigkeit nicht zu Sprachbehinderungen führt, sondern – im Gegenteil – den Beginn von Demenz im Alter u.U. hinausschieben kann. Hinzu kommt, dass aus linguistischer Sicht dem Lexikon eine zentrale Bedeutung als Schaltstelle zwischen den verschiedenen Komponenten der Sprache zukommt, da hier phonologische, semantische, morphologische und syntaktische Merkmale zusammengebracht werden, aus deren Zusammenwirken sich wesentliche Eigenschaften einer Sprache ergeben.

Der Gastlehrstuhl wurde durch zwei international ausgewiesene Expertinnen für jeweils zwei Semester vertreten: Kira Gor (University of Maryland, USA; 2014-2015) und Ayşe Gürel (Boğaziçi University, Türkei; 2015-16). 

Deutsch kreativ im mehrsprachigen urbanen Raum: Jugendsprache in Berlin und Windhoek

Projekt zum Aufbau einer Kooperation Potsdam/Berlin - Windhoek (DFG)

Das Projekt fördert den Aufbau einer deutsch-namibischen Kooperation, deren Ziel die gemeinsame Forschung zur Entwicklung des Deutschen in mehrsprachigen Kontexten ist, mit einem Fokus auf Berlin und Windhoek als zwei urbanen Zentren in Deutschland bzw. Namibia mit ausgeprägt multilingualen deutschsprachigen Sprechergemeinschaften, und mit einem gemeinsamen Schwerpunkt auf der sprachlich besonders kreativen Gruppe der jugendlichen Sprecher/innen. Die Kooperation wird eine vergleichende Perspektive auf zwei Varianten des Gegenwartsdeutschen ermöglichen, die gleichermaßen durch mehrsprachige Sprechergemeinschaften geprägt sind, sich aber auf interessante Weise in Bezug auf die weiteren  beteiligten Sprachen und den sozialen Kontext der Sprachentwicklung unterscheiden. Ein wichtiger empirisches Ertrag einer solchen Kooperation soll ein systematisches Korpus von gesprochensprachlichen Daten zum umgangssprachlichen Deutschen in Namibia sein, das allgemein wissenschaftlich zugänglich und für eine große Bandbreite von Forschungsfragen zu Sprachstruktur, Sprachgebrauch, Sprachvariation und Sprachwandel nutzbar sein wird. Ein Arbeitsbesuch von deutscher Seite in Windhoek im Herbst 2013 dient der inhaltlichen und organisatorischen Ausarbeitung und universitären Präsentation der Kooperation und der Anbahnung erster Datenerhebungen mit jugendsprachlichen Sprecher/inne/n.

Kooperationspartner/innen: Heike Wiese, Universität Potsdam; Horst Simon, Freie Universität Berlin; Marianne Zappen-Thomson, University of Namibia

Das Kiezdeutsch-Korpus. Analysen an der Peripherie

Projekt B6 im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 632 "Informationsstruktur" der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität zu Berlin.

Das Projekt baut auf den Ergebnissen von B6 „Grammatische Reduktion und informationsstrukturelle Präferenzen in einer kontaktsprachlichen Varietät des Deutschen: Kiezdeutsch“ auf und konzentriert sich dabei auf Korpusaufbereitung und -analysen. Im Rahmen der ersten Periode von B6 ist ein umfangreiches Korpus zu Kiezdeutsch erstellt worden, das spontansprachliche Daten Jugendlicher aus Selbstaufnahmen umfasst, die in Form von Audiodateien mit Transkriptionen in EXMARaLDA vorliegen. Neben Jugendlichen aus einem multiethnischen Wohngebiet, Berlin-Kreuzberg (Hauptkorpus, ca. 228.000 Token), wurden Jugendliche aus einem weitgehend monoethnischen Wohngebiet mit vergleichbaren sozioökonomischen Indikatoren, Berlin-Hellersdorf, einbezogen (Ergänzungskorpus, ca. 105.000 Token). Dies erlaubte es uns, kiezdeutschspezifi­sche, d.h. für eine multiethnische Population charakteristische Phänomene gegenüber solchen aus einer stärker monoethnischen Population zu identifizieren. Das Korpus ist im sozio- und varietätenlinguistischen Forschungsumfeld mittlerweile als „Kiezdeutsch-Korpus“ eingeführt.

In der neuen Projektphase wird das Korpus in einer Form aufbereitet, die automatische Suchanfragen und umfassendere quantitative Analysen auch zu syntaktisch komplexen Konstruktionen ermöglicht. Die Korpusanalysen werden sich im Schwerpunkt auf die linke Satzperipherie konzentrieren, daneben sind Analysen zur rechten Satzperipherie vorgesehen. Die weitere Korpusaufbereitung wird eine Identifizierung und feinkörnige syntaktische und informationsstrukturelle Kategorisierung distinkter Muster ermöglichen, die neue Erkenntnisse zur Rolle der Informationsstruktur bei syntaktischer Variation und der Entstehung von Non-Standardvarietäten liefern wird. Als zweiter zentraler Arbeitsbereich des Projekts wird das Korpus in juristisch und datenschutzrechtlich abgesicherter Form geöffnet und nachhaltig für andere Forscher/innen zugänglich gemacht und liefert so eine neue Ressource für die Erforschung von Fragen zu Sprachkontakt, Sprachvariation, Sprachgebrauch und Sprachstruktur, die unseres Wissens einmalig im deutschsprachigen Raum ist

Projektleiterin: Heike Wiese

Mitarbeiterin: Ines Rehbein

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Aus- und Fortbildungsmodule zur Sprachvariation im urbanen Raum: Dialekte, Mehrsprachigkeit und die Frage nach dem "richtigen Deutsch"

Projekt T1 im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 632 "Informationsstruktur" der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität zu Berlin.

Das Projekt dient dem Transfer von Forschungsergebnissen aus dem Bereich „Sprachvariation im urbanen Raum“ in den Bildungssektor. Übergeordnetes Ziel ist die Entwicklung multimedialer Materialien für neuartige Ergänzungsmodule in der Aus- und Fortbildung sozialer Akteure, die Schlüsselfunktionen für Bildungsbiographien von Kindern und Jugendlichen einnehmen und darüber hinaus als deutungsmächtige Akteure und Multiplikatoren für Sachargumente fungieren, nämlich Lehrer/inne/n im Primar- und Sekundarbereich sowie Erzieher/inne/n im frühkindlichen Bildungsbereich staatlicher Einrichtungen der Kindertagesbetreuung. Das Projekt ergänzt herkömmliche Ansätze zu Sprachförderung und Sprachdiagnostik, indem es die soziale Dimension sprachlicher Bewertungen fokussiert und sozialen Abwertungen entgegenwirkt, die einer sachlichen Würdigung sprachlicher Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten sozialen Schichten entgegenstehen. Im Projekt werden hierfür Materialien zur fachbezogenen Qualifizierung entwickelt, die in Aus- und Fortbildungsmodule implementiert werden. Unterstützend zu den Unterlagen, die sich an Lehrer/innen wenden, werden auch Unterrichtsmaterialien zur Anwendung im Rahmen von Schulprojekten entwickelt. Die inhaltliche Passung der Materialien, ihre Erprobung in der Praxis, ihre Evaluation und schließlich ihre langfristige und nachhaltige Implementierung wird durch die kontinuierliche Zusammenarbeit mit zwei Kooperationspartnern, der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin und der Werkstatt Integration durch Bildung Berlin-Kreuzberg, ermöglicht sowie durch eine anwendungsbezogene Zusammenarbeit mit zwei Praxispartnern in Berlin-Kreuzberg, der Hector-Peterson-Sekundarschule und der Kita Komsu.

Projektleiterin: Heike Wiese

Mitarbeiterin: Katharina Mayr

Studentische Hilfskräfte: Lydia Gornitzka, Stella Krüger

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"Lassma Sprache erforschen" - Kiez goes Uni

Kreuzberger Schüler/innen erforschen Sprachvariation und Mehrsprachigkeit mit der Potsdamer Germanistik

Gefördert durch die Robert-Bosch-Stiftung im "Denkwerk"-Programm

Im Projekt führen Schüler/innen aus drei Schulen in Berlin-Kreuzberg Forschungsprojekte zu Sprache, mehrsprachigem Sprachgebrauch und urbaner Sprachvariation in Zusammenarbeit mit Germanist/inn/en der Universität Potsdam durch. Die kooperierenden Schulen haben einen Anteil von über 80% Schüler/inne/n nicht-deutscher Herkunftssprache und liegen in Einzugsgebieten, die in der öffentlichen Diskussion oft als „sozialer Brennpunkt“ angesehen werden.

Das Projekt soll Interesse an sprachwissenschaftlichen Fragestellungen wecken und Reflexionen über Sprache anregen, in geisteswissenschaftliche Forschungsarbeit einführen, Kompetenzen in eigenständiger Projektarbeit und selbst gesteuertem Arbeiten erweitern und akademische Karriereperspektiven fördern. Wir verfolgen zwei übergeordnete Ziele:

(1) Die teilnehmenden Jugendlichen sollen bereits während ihrer Schulzeit (sprach‑)wis­sen­schaftliche Forschungsmethoden erproben und als Ergebnis der gemeinsamen Projektarbeit Einblicke in strukturelle und soziale Aspekte von Sprache und Sprachgebrauch, sprachlicher Veränderung und Sprachvariation gewinnen.

(2) Durch die Projektpartnerschaft mit Schulen aus sozial benachteiligten Einzugsgebieten, die durch einen hohen Migrantenanteil gekennzeichnet sind, soll gerade solchen Jugendlichen die Perspektive eines geisteswissenschaftlichen Studiums eröffnet werden, die an der Universität bislang stark unterrepräsentiert sind.

Die Projekte werden in der Form „Lernenden Forschens“ eigenverantwortlich von den Schüler/inne/n geplant, die Durchführung und Auswertung wird begleitet durch Lehrer/innen und Wissenschaftler/innen. Darüber hinaus werden die Schüler/innen mit Studierenden vernetzt, die als Mentor/inn/en fungieren; diese Mentorenbeziehunge sollen und den Schüler/inne/n praktische Aspekte des Studium näher bringen und über persönliche Kontakte ein geisteswissenschaftliches Studium als konkrete Möglichkeit noch salienter machen. Im Zusammenhang mit ihrer Forschungsarbeit werden die Schüler/innen auch in Drittmittelprojekte am Institut eingeführt, an die sie mit ihren Untersuchungen anknüpfen können.

Die Ergebnisse der Projektarbeit werden jeweils im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften Berlin/Potsdam einem breiten Publikum vorgestellt.

Pro Jahr nehmen insgesamt 25 Kreuzberger Schüler/innen am Projekt teil. Die Projektarbeit wird darüber hinaus durch Kontakte (über Email und Besuche) mit Schüler/inne/n einer Schule aus dem Frankfurter Raum unterstützt, die eine überregionale Perspektive auf die vorgefundenen sprachlichen Phänomene beisteuern werden.

Projektleiter/in: Heike Wiese und Christoph Schroeder

Mitarbeiterinnen: Elena Becker, Inès Lamari

Kiez goes Uni

Infoportal Kiezdeutsch

gefördert vom BMBF und der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft

Dieses Webportal macht sprachwissenschaftliche Ergebnisse zu Kiezdeutsch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Es liefert Sachargumente für die Diskussion, stellt sprachliche Beispiele bereit, die die grammatische und lexikalische Produktivität dieser Varietät illustrieren, und bietet auf dieser Basis Handreichungen für Schülerprojekte zur grammatischen Analyse von Kiezdeutsch an.

Projektleiterin: Heike Wiese

[www.kiezdeutsch.de]

Grammatische Reduktion und informationsstrukturelle Präferenzen in einer kontaktsprachlichen Varietät des Deutschen: Kiezdeutsch

Teilprojekt B6 des Sonderforschungsbereichs „Informationsstruktur“ der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität Berlin

  • 2008-2011; gefördert durch die DFG; Teilprojektleitung: H. Wiese
  • Durchführung an der Universität Potsdam, in Kooperation mit Berliner Schulen

Das Projekt behandelte den Zusammenhang grammatischer und informationsstruktureller Aspekte in „Kiezdeutsch“, einer multiethnischen Varietät des Deutschen, die sich seit etwa Mitte der 1990er als urbane Jugendsprache in Wohngebieten mit hohem Migranten­anteil ausbildet. Auf der Basis eines umfangreichen  Korpus von Spontandaten untersuchten wir die Frage, ob es in einer Kontaktsprache wie Kiezdeutsch angesichts der Schwächung grammatischer Restriktionen zu einer direkteren Abbildung von Informationsstruktur auf der sprachlichen Ebene kommt.

Emotionsregulation durch sprachliche Rituale; Teilprojekt im Exzellenz-Cluster „Languages of Emotion“

  • 2008-2009; gefördert durch die DFG (im Rahmen des Exzellenz-Clusters); Projektleitung: H. Wiese, Annette Hohlfeld (Universität Potsdam), Katja Werheid (Humboldt-Universität Berlin)
  • Durchführung an der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität Berlin

Das Projekt untersuchte, inwieweit Emotionen durch sprachliche Rituale reguliert werden können. Ausgangspunkt war die Hypothese, dass rituelle (sprachliche und nicht-sprachliche) Kontexte durch ihren hohen Grad struktureller Parallelisierung der Synchronisierung von Emotionen in sozialen Gruppen dienen und ein positives Gefühl der Kontrolle hervorrufen. Wir untersuchten vor diesem Hintergrund die Wirkung sprachlicher Parallelismen aus religiösen und nicht-religiösen Ritualen auf die Wahrnehmung von Gesichtern, die positive, neutrale oder negative Emotionen ausdrücken, mit Hilfe von Reaktionszeitmessungen und der Berechnung ereigniskorrelierte Potentiale (EKPs) auf der Basis von EEG-Messungen.

Linguistic Realities of Young People in Multiethnic Urban Europe

  • 2008; gefördert vom BMBF; Projektleitung: H. Wiese
  • Aufbau eines europäischen Netzwerks

Das Projekt etablierte einen gemeinsamen Forschungskontext für Arbeitsgruppen mit Forschungsschwerpunkten zu den sprachlichen Praktiken Jugendlicher in multiethnischen urbanen Wohngebieten, den Einstellungen gegenüber diesen Praktiken und den Anschauungen, die in der öffentlichen Diskussion hierzu deutlich werden. Es brachte die Bereiche Sprachstruktur, Sprachgebrauch, und Sprachideologie zusammen. Beteiligt waren Arbeitsgruppen aus Großbritannien (King’s College London, Centre for Language Discourse & Communication), Schweden (Universität Stockholm, Center for Research on Bilingualism), Dänemark (Universität Kopenhagen, Department of Scandinavian Research / Dialectology) und der Türkei (Bahçeşehir University Istanbul, Ankara University).

Kooperation mit der Yale University

  • seit 2007; gefördert durch die Alexander-von-Humboldt-Stiftung (Feodor-Lynen-Nachkontakt-Programm); Projektleitung: H. Wiese
  • Zusammenarbeit in Forschung und Nachwuchsförderung; Arbeitsbesuche (2007 und 2009)

Das Projekt unterstützte und unterstützt die Kooperation meiner Arbeitsgruppe mit der Maria M. Piñangos, Lehrstuhl für Psycho- und Neurolinguistik des Linguistics Department der Yale University, USA. Im Rahmen der Kooperation wurden bereits mehrere gemeinsame Studien zum Bereich der Schnittstelle Grammatik / Konzeptuelles System durchgeführt, gemeinsame Konferenzbeiträge und Aufsätze verfasst sowie ein Austausch fortgeschrittener Studierender in Form von „Lab internships“ organisiert.

Sprachspezifische Auswirkungen auf die Konzeptualisierung im Bereich lexikalisierter Komposita

  • 2005-2006; gefördert durch ein Feodor-Lynen-Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung; Projektleitung: H. Wiese
  • Durchführung an der Yale University (USA), in Kooperation mit Maria M. Piñango, und an der Humboldt-Universität Berlin.

Gegenstand des Projekts waren sprachlich bedingte Unterschiede in der Konzeptualisierung von Referenten exozen­trisch-metaphorischer Komposita des Typs deutsch ‚Schildkröte’ oder englisch ‚hedgehog’. Die Untersuchung fußte auf einer Analyse morphosyntaktischer und morphoseman­ti­scher Repräsentationen in der Wortbildung. Im Rahmen des Projekts wurden deutsche Muttersprachler mit solchen des Englischen (US-Amerikanischen) verglichen.

The Architecture of the Mental Lexicon in Language Comprehension

  • 2000-2003; gefördert durch das TransCoop-Programm des Deutsch-Amerikanischen Konzils und der Alexander-von-Humboldt-Stiftung; Projektleitung: H. Wiese und Maria M. Piñango, Yale University
  • Durchführung an der Humboldt-Universität Berlin, an der Yale University, USA, und an der Central University of Venezuela in Caracas

Gegenstand des Projekts war eine sprachvergleichende Untersuchung (Deutsch, Englisch, Spanisch, Persisch) zur Repräsentation lexikalischer Einheiten in der Sprachverarbeitung, die psycholinguistische Evidenz zum Zugriff auf grammatisch-semantische Merkmale in Abgrenzung von generell-konzeptuellen und syntaktischen Merkmalen lieferte.

Wie ist die Bedeutung lexikalischer Einheiten mit syntaktischen Strukturen verknüpft?

  • 1998-1999; gefördert durch ein Postdoktoranden-Stipendium des DAAD; Projektleitung: H. Wiese
  • Durchführung an der Brandeis University, Mass., USA, in Kooperation mit Ray Jackendoff

Das Projekt untersuchte die Schnittstelle syntaktischer, lexikalisch-semantischer und konzeptueller Strukturen. Basierend auf einem Vergleich unterschiedlicher Semantikmodelle (insbesondere Conceptual Semantics und Zwei-Ebenen-Semantik) wurde eine Definition dieser Schnittstelle im Rahmen einer dreigeteilten sprachlichen Architektur entwickelt.