Neuere Geschichte I (19./20. Jahrhundert)

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Gegenstand der Professur ist die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt von Forschung und Lehre steht die politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung Deutschlands vom Kaiserreich bis zur Gegenwart. Die Prozesse des politischen und sozialen Wandels werden dabei in vergleichender europäischer Perspektive betrachtet. Dies schließt die Geschichte der europäischen Integration ein.

Einen zweiten Schwerpunkt bilden die internationalen Beziehungen und die Zeitgeschichte, die durch den Masterstudiengang Zeitgeschichte zusätzliche Bedeutung erhält. Module des Studiengangs sind unter anderem die "deutsche Frage" im 19./20. Jahrhundert, die Diktaturen des 20. Jahrhunderts im Vergleich, der Ost-West-Konflikt und die Entwicklung seit dem Epochenbruch 1989/90.

Ein besonderes Interesse besteht hinsichtlich der Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen im Ausland. Studierende sind angehalten, einen Studienaufenthalt an einer ausländischen Universität anzustreben.

An die Professur angebunden ist eine Arbeitsstelle für Medizingeschichte, die sich primär der Erforschung des Fürsorgewesens in Brandenburg widmet und damit vor allem regionalgeschichtliche Bedeutung besitzt.

Letzte Meldungen


Vortrag von MARTIN HENNIGER (Potsdam) über England und den deutschen Liberalismus am 8. Februar 2012

Im Forschungskolloquium zur Neueren und Neuesten Geschichte hält Martin Henniger M.A. am 8. Februar 2012 von 12 bis 14 Uhr einen Vortrag zum Thema "England und der deutsche Liberalismus 1866/67-1890". Die Veranstaltung findet im Seminarraum neben der Cafeteria statt. Interessenten sind herzlich eingeladen.

IllustrationManfred Görtemaker in Unabhängige Wissenschaftliche Kommission beim Bundesministerium der Justiz zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit berufen

Die Zeit von 1933 bis 1945 gehört zu den besterforschten Abschnitten der deutschen Geschichte. Deutlich weniger weiß man darüber, wie die deutschen Ministerien und Behörden in der Nachkriegszeit mit der NS-Vergangenheit umgegangen sind. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger setzte vor diesem Hintergrund am 11. Januar 2012 eine unabhängige wissenschaftliche Kommission ein, die von den Professoren Manfred Görtemaker vom Historischen Institut der Universität Potsdam und Christoph Safferling vom Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Marburg geleitet wird. Sie widmet sich der Frage, wie weit in den 1950er und 1960er Jahren im Bundesministerium der Justiz der Einfluss von Juristen reichte, die vor 1945 an Verbrechen der NS-Justiz beteiligt waren. Die Kommission erhält uneingeschränkten Zugang zu den Akten des Ministeriums. Das gilt auch für die Personalakten, die als besonders sensibel gelten. Die Kommission wird sich jedoch nicht nur mit den Personen beschäftigen, sondern auch mit den Kriterien, die bei Einstellungen und Beförderungen eine Rolle spielten. Gegenstand der wissenschaftlichen Befassung sind zudem Amnestieentscheidungen und die Frage, inwieweit nationalsozialistisches Gedankengut in die Reform des Strafrechts, die Ausgestaltung des politischen Strafrechts oder auch in andere juristische Zusammenhänge eingeflossen ist. Die Ergebnisse der Untersuchung werden voraussichtlich 2014 vorliegen. Bereits am 26. April 2012 findet im Gustav-Heinemann-Saal des Bundesministeriums der Justiz in Berlin ein Symposium unter Beteiligung namhafter Experten statt, auf dem eine Bestandsaufnahme der bisherigen Forschung zu diesem Thema vorgenommen wird. Weitere Details ...

IllustrationMilitärhistorisches Museum der Bundeswehr (MHM) in Dresden durch Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière eröffnet

Nach mehr als sieben Jahren Bauzeit wurde am 14. Oktober 2011 in Dresden das Militärhistorische Museum der Bundeswehr eröffnet. - Das MHM befindet sich in einem spätklassizistischen Gebäude in der Dresdner Albertstadt, das seit 2004 nach Plänen von Daniel Libeskind zum Leitmuseum der Bundeswehr und führenden deutschen Museum für Militärgeschichte ausgebaut wurde. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt seit 1998 von einem Museumsbeirat unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Manfred Görtemaker, der vor allem Einfluss auf die inhaltliche Neugestaltung der Ausstellung nahm. - Das neue Museum sammelt, bewahrt und präsentiert Zeugnisse der deutschen Militärgeschichte von den Anfängen bis heute. Die Sammlung umfasst rund 1,2 Millionen Objekte, darunter das Stabring-Geschütz „Faule Magd“ (Rohr um 1450) und das erste deutsche U-Boot „Brandtaucher“ von 1850/51. Das ehemaligen Arsenal der Albertstadt nördlich der Elbe, dessen museale Nutzung bereits 1897 begann, dient dem Museum heute als Hauptgebäude. Eine Außenstelle des Museums befindet in der Festung Königstein bei Dresden. - Einzelheiten unter "Aktuelles" - Siehe auch die Bildergalerien sowie den Film Ein neuer Blick auf den Krieg.

IllustrationBuchreihe "Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert" - Weitere Neuerscheinungen im Frühjahr 2012

In der Buchreihe "Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert" sind wieder zwei neue Bände erschienen. Jürgen Angelow beschäftigt sich mit der Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges - der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" - und dem Zerfall des alten Europa vor 1914. Thomas Brechenmacher untersucht das politische System und die innere Entwicklung der "Bonner Republik" von 1949 bis 1990.

Die Reihe wird von Manfred Görtemaker, Frank-Lothar Kroll und Sönke Neitzel (Bild rechts vor dem Deutschen Historischen Museum in Berlin) herausgegeben. Für das Frühjahr 2012 sind weitere Neuerscheinungen geplant:

- Hans-Christof Kraus, "Versailles und die Folgen. Deutsche Außenpolitik 1919-1933"
- Carsten Kretschmann, "Zwischen Spaltung und Gemeinsamkeit. Kultur in Deutschland 1945-1989"


Von der auf insgesamt 16 Bände angelegten Reihe werden dann zwölf Bände erschienen sein. Vor allem jüngere Historiker wenden sich darin dem vor zehn Jahren zu Ende gegangenen "deutschen Jahrhundert" zu. In den populär geschriebenen Bänden untersuchen sie Alltag, Kultur, Politik und Wirtschaft vom Kaiserreich bis zur Berliner Republik. Die Bücher sind auch als Einzelbände im Buchhandel erhältlich. (Näheres unter "HI Aktuell")

  • Website zur Buchreihe "Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert", be.bra verlag, Berlin

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