Historisches Institut
Die Geschichtswissenschaft am Historischen Institut der Universität Potsdam weist ein Profil auf, das dem besonderen Standort der Universität entspricht. Es ist durch enge Kooperation mit den historisch orientierten außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Potsdam geprägt:
Dabei wird ein Geschichtsverständnis zugrunde gelegt, das bisherige Epochengrenzen zu überwinden sucht und Entwicklungslinien von der Antike über das Mittelalter und die Frühe Neuzeit bis zur Gegenwart verfolgt. Demzufolge sind alle Epochen der Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart in Forschung und Lehre vertreten. Sie werden im Bachelorstudium als "Allgemeine Geschichte" (General History) studiert, während im Masterstudium eine Spezialisierung erforderlich ist. Hierzu werden vier Masterstudiengänge angeboten:
Letzte Meldungen
Im Zentrum der Tagung, die durch eine öffentliche Vorlesung von Jonathan Israel eröffnet wird, steht Hugo Grotius‘ De Veritate Religionis Christianae von 1627. Sein Werk repräsentiert das Diskursmuster der Epoche gleichsam überkontextuell und macht zugleich deutlich, wie dieses Diskursmuster in immer neuen Kontexten variiert wird. Grotius legte mit De Veritate eine humanistische Verteidigung der christlichen Religion vor, die auf die Begründung aus der Offenbarung ganz verzichtete und philosophische und historisch-kritische Argumente geltend machte. Weitere Informationen zur Konferenz, die in englischer Sprache abgehalten wird, und zum Programm können der Website www.uni-potsdam.de/grotius entnommen werden. - Wenn Sie an der Konferenz teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte an unter folgender E-Mail-Adresse: grotius@uni-potsdam.de
Die Zeit von 1933 bis 1945 gehört zu den besterforschten Abschnitten der deutschen Geschichte. Deutlich weniger weiß man darüber, wie die deutschen Ministerien und Behörden in der Nachkriegszeit mit der NS-Vergangenheit umgegangen sind. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger setzte vor diesem Hintergrund am 11. Januar 2012 eine unabhängige wissenschaftliche Kommission ein, die von den Professoren Manfred Görtemaker vom Historischen Institut der Universität Potsdam und Christoph Safferling vom Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Marburg geleitet wird. Sie widmet sich der Frage, wie weit in den 1950er und 1960er Jahren im Bundesministerium der Justiz der Einfluss von Juristen reichte, die vor 1945 an Verbrechen der NS-Justiz beteiligt waren. Die Kommission erhält uneingeschränkten Zugang zu den Akten des Ministeriums. Das gilt auch für die Personalakten, die als besonders sensibel gelten. Die Kommission wird sich jedoch nicht nur mit den Personen beschäftigen, sondern auch mit den Kriterien, die bei Einstellungen und Beförderungen eine Rolle spielten. Gegenstand der wissenschaftlichen Befassung sind zudem Amnestieentscheidungen und die Frage, inwieweit nationalsozialistisches Gedankengut in die Reform des Strafrechts, die Ausgestaltung des politischen Strafrechts oder auch in andere juristische Zusammenhänge eingeflossen ist. Die Ergebnisse der Untersuchung werden voraussichtlich 2014 vorliegen. Bereits am 26. April 2012 findet im Gustav-Heinemann-Saal des Bundesministeriums der Justiz in Berlin ein Symposium unter Beteiligung namhafter Experten statt, auf dem eine Bestandsaufnahme der bisherigen Forschung zu diesem Thema vorgenommen wird. Weitere Details ... * Siehe auch Interview in der MAZ vom 19. Januar 2012 ...
Nach mehr als sieben Jahren Bauzeit wurde am 14. Oktober 2011 in Dresden das Militärhistorische Museum der Bundeswehr eröffnet. - Das MHM befindet sich in einem spätklassizistischen Gebäude in der Dresdner Albertstadt, das seit 2004 nach Plänen von Daniel Libeskind zum Leitmuseum der Bundeswehr und führenden deutschen Museum für Militärgeschichte ausgebaut wurde. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt seit 1998 von einem Museumsbeirat unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Manfred Görtemaker, der vor allem Einfluss auf die inhaltliche Neugestaltung der Ausstellung nahm. - Das neue Museum sammelt, bewahrt und präsentiert Zeugnisse der deutschen Militärgeschichte von den Anfängen bis heute. Die Sammlung umfasst rund 1,2 Millionen Objekte, darunter das Stabring-Geschütz „Faule Magd“ (Rohr um 1450) und das erste deutsche U-Boot „Brandtaucher“ von 1850/51. Das ehemaligen Arsenal der Albertstadt nördlich der Elbe, dessen museale Nutzung bereits 1897 begann, dient dem Museum heute als Hauptgebäude. Eine Außenstelle des Museums befindet in der Festung Königstein bei Dresden. - Einzelheiten unter HI aktuell. - Siehe auch die Bildergalerien sowie den Film Ein neuer Blick auf den Krieg.
