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Internationalisierungsstrategie der Universität Potsdam 2015 - 2019

Foto: Jesko Habert

Die Universität Potsdam ist eine junge Hochschule an einem traditionsreichen Standort – ein Standort, der schon mit dem Gedankengut der Aufklärung von Voltaire und La Mettrie wie auch mit der naturwissenschaftlichen Forschung im 19. Jahrhundert eng verbunden war. Internationalisierung ist ein integraler Bestandteil der Gesamtstrategie der Universität und wird als Querschnittsaufgabe verstanden, die von der Hochschulleitung getragen und vom inneruniversitären Beirat Internationalisierung begleitet wird. Der Internationalisierungsprozess trägt dazu bei, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit von Forschung, Studium und Lehre an der Universität Potsdam weiter zu steigern und zugleich Weltoffenheit, interkulturellen Austausch und Willkommenskultur auf dem eigenen Campus zu fördern. Dies soll schließlich dazu führen, die Universität Potsdam im europäischen und globalen Kontext sichtbarer und attraktiver zu machen.

Im Zeitraum 2015 bis 2019 werden insbesondere diese beiden übergeordneten strategischen Ziele verfolgt:

Campus International

Campus International umfasst alle Facetten der Willkommenskultur für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende und Beschäftigte, um die Attraktivität des Studien- und Forschungsstandortes Universität Potsdam nachhaltig zu verbessern.

Schwerpunktregionen & Strategische Partner

Schwerpunktregionen[1] bündeln internationale Erfahrungs- und Aktivitätsschwerpunkte der Universität mit dem Ziel, internationalen Austausch und Kooperationen durch Schaffung von Harmonisierungs- und Koordinierungsrahmen zu erleichtern und die Anzahl der davon profitierenden Mitglieder der Universität zu erhöhen. Strategische Partnerschaften sind unmittelbar an die strategischen Entwicklungsziele der Universität geknüpft und bieten institutionelle Unterstützung durch Wissens- und Erfahrungsaustausch, gemeinsame Konzept- und Programmentwicklung, Einwerbung von Drittmitteln, internationales Benchmarking und Netzwerkbildung.

[1] Australien, Frankreich, Israel, Polen, Russland, Türkei, USA sowie die Regionen Mittel- und Südamerika und südliches Afrika

Diese strategischen Ziele werden in den folgenden drei Handlungsfeldern umgesetzt:

1. Handlungsfeld Studium und Lehre

Zur Vorbereitung der Studierenden auf einen international agierenden Arbeitsmarkt soll die Zahl der Auslandsmobilitäten deutlich gesteigert werden. Die Curricula sollen durch den Einbau strukturierter Mobilitätsfenster weiterentwickelt werden, damit sich der Anteil international mobiler Potsdamer Studierender auf 30 % erhöht. Studienbezogene Auslandsphasen werden als Regelform des Studiums an der Universität Potsdam angestrebt, Anerkennungsverfahren sollen vereinfacht und passgenaue Absprachen zwischen Hochschulen getroffen werden.

Der gezielte Aufbau von Mehrsprachigkeit und interkultureller Kompetenz, die Beteiligung an internationalen E-Learning-Projekten sowie eine Erhöhung der Dozentenmobilität, die ihre Erfahrungen an die Studierenden weiterreichen, gehören maßgeblich zum Portfolio der Internationalization at Home aller Studierenden.

Der Anteil internationaler Studierender an der Universität Potsdam soll zukünftig auf 15 % erhöht werden und  deren Studienerfolg signifikant anwachsen. Um eine internationalisierte Betreuungskultur an der Universität Potsdam zu gewährleisten, soll die Beratung und Betreuung aller internationalen Studierenden sowie Promovierenden (außerhalb strukturierter Programme) verbessert werden. Dies betrifft sowohl die Studienvorbereitung, den Studieneinstieg als auch die Studienbegleitung. Verbindliche Leitlinie für das Studium und die Betreuung ausländischer Studierender ist der Nationale Kodex für das Ausländerstudium. Um die Attraktivität für ausländische Studierende zu erhöhen, strebt die Universität Potsdam an, in Zukunft mehr englischsprachige Lehrveranstaltungen anzubieten und neue englischsprachige Masterstudiengänge, mehr Studiengänge mit Doppelabschluss sowie Fast-Track-Promotionsprogramme zu etablieren.

2. Handlungsfeld Forschung, Wissens- und Technologietransfer

Die Universität Potsdam positioniert sich in der internationalen Spitzenforschung vor allem mit ihren vier Forschungsschwerpunkten Kognitionswissenschaften, Erdwissenschaften/Integrierte Erdsystemanalyse, Funktionelle Ökologie und Evolutionsforschung und Pflanzengenomforschung und Systembiologie. Im Verbund mit zahlreichen außeruniversitären Forschungsinstituten wird im interdisziplinären Forschungsnetzwerk pearls - Potsdam Research Network ein wissenschaftliches Umfeld geschaffen, das einen exzellenten Kontext für die Internationalisierung der Universität Potsdam bietet. Die regionale Vernetzung mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen sowie die internationale Vernetzung mit Hochschulen weltweit soll strategisch ausgebaut und für internationale Verbundforschung genutzt werden. Die Universität Potsdam soll als forschungsstarke Einrichtung in einem solchen Netzwerk eine Führungsrolle übernehmen. Des Weiteren soll die Attraktivität und Sichtbarkeit durch verstärkte Aktivitäten im Rahmen von nationaler und internationaler Forschungsförderung weiter erhöht werden.

Die innerhalb der Potsdam Graduate School (PoGS) vorhandenen Strukturen für eine internationale Nachwuchsförderung, die Besonderheiten und Stärken des Standorts mit einbezieht, werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die Universität Potsdam strebt darüber hinaus an, ihre Aktivitäten im Bereich des internationalen Wissens- und Technologietransfers zu erhöhen. Hier spielen die Schwerpunktregionen eine besondere Rolle.

3. Handlungsfeld Steuerung und Dienstleistungen

Eine belastbare Datenbasis zur aktuellen Internationalität der Hochschule ist eine wichtige Voraussetzung für das weitere Vorgehen. Sowohl die Verfügbarkeit als auch die Qualität relevanter Daten soll verbessert werden. Die verlässliche Erfassung dieser Informationen dient sowohl der Hochschulleitung (Kooperationsgespräche im Rahmen von Delegationsbesuchen, Auslandsreisen) als auch den Forschenden, deren Kooperationsaktivitäten in Schwerpunktländern durch zentrale Kooperationsförderung gezielt gefördert werden können. Das internationale Engagement von Lehrenden soll über eine angemessene Anrechnung von Lehr- und Betreuungsleistungen auf das Lehrdeputat honoriert werden.

Noch mehr ausländischen Studieninteressenten die Chance zum Studium an der Universität Potsdam zu geben, diesem Ziel fühlt sich die Universität verpflichtet und hat sich deshalb  zum Fürsprecher entsprechender neuer rechtlicher Regelungen gemacht. Ihre daraus resultierende Verantwortung  nimmt die Universität  mit der Entwicklung und Umsetzung des Konzeptes "Universitätskolleg" wahr. Damit sollen  langfristig die Studienanfängerzahlen gesichert, ein Beitrag zur Fachkräftesicherung geleistet und die Wirtschaft des Landes international gestärkt werden ("Brain circulation"). Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt von Rekrutierungsbemühungen bei Masterstudierenden und Doktoranden, wobei hier eine Fokussierung auf ein onlinebasiertes Marketing erfolgt. Ziel ist es darüber hinaus, das internationale Forschungsmarketing voranzutreiben und internationale Alumni in Marketingmaßnahmen einzubeziehen.

Um die Internationalization at Home voranzutreiben und ein attraktives, unterstützendes und produktives Umfeld für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende zu schaffen, setzt sich die Universität zum Ziel, das Verwaltungspersonal sowie Verwaltungsprozesse zu internationalisieren.

Mit der Bewerbung um das Zertifikat der EU "Human Resources Excellence in Research" (HRS4R) und dem damit einhergehenden Ziel zur verbesserten Karriereplanung von Forscherinnen und Forschern in allen Phasen der Karriereentwicklung und zur Qualitätssicherung im Personalmanagement strebt die Universität an, ihre Attraktivität für hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erhöhen.

                                                                                                    (verabschiedet vom Senat der Universität Potsdam am 25. März 2015)

Kontakt

Referentin des Vizepräsidenten für Internationales, Alumni und Fundraising

 

Campus Am Neuen Palais
Präsidialamt
Am Neuen Palais 10
Zimmer 1.Z08
14469 Potsdam