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Foto: Thomas Hölzel

Headturn Preference Paradigm (HPP)

Beim sogenannten Headturn Preference Paradigm (HPP) wird gemessen, wie lange ein Kind seinen Kopf in Richtung eines akustischen Reizes dreht, also z.B. einem bestimmten Wort oder Satz seine Aufmerksamkeit schenkt. Diese Methode funktioniert mit Kindern im Alter von 4 bis 24 Monaten und ist inzwischen seit über 20 Jahren etabliert und wird weltweit zur Erforschung des Spracherwerbs eingesetzt.


Foto: Thomas Hölzel
Foto: Thomas Hölzel

 

In einer Kabine (siehe Foto) steht ein Stuhl, auf dem der Erwachsene mit dem Kind auf dem Schoß sitzt. Die Kabine enthält nichts weiter als drei Lampen. Eine grüne vorn und zwei Rote an den Seiten. Über der vorderen grünen Lampe ist ein Loch, hinter dem die Kamera montiert ist. Im benachbarten Steuerungsraum kann die Untersucherin so sehen, wohin das Kind schaut. 

Foto: Thomas Hölzel
Foto: Thomas Hölzel

 

Ein Experiment besteht aus mehreren Durchgängen, meist 16. Zu Beginn eines Durchgangs leuchtet die grüne Lampe, um die Aufmerksamkeit des Kindes nach vorn zu lenken. Dann beginnt eine der roten Lampen zu blinken. Sobald das Kind dorthin schaut, startet die Sprachwiedergabe aus einem dahinterliegenden Lautsprecher. Ab dann wird gemessen, wie lange das Kind zur Lampe schaut. Schaut das Kind länger als zwei Sekunden weg oder ist der sprachliche Reiz komplett abgespielt, erlischt die rote Lampe und der nächste Durchgang beginnt.

Foto: Thomas Hölzel