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Kultur grenzenlos – Erstmalig findet in Potsdam das von Romanisten organisierte transkulturelle Festival „compARTE“ statt

Fünf Wochen lang bewegt das Kunst- und Kulturfestival „compARTE“ das Potsdamer Kulturleben. Die Romanistin Julia Bayerl und Studierende von der Universität Potsdam haben es ins Leben gerufen. An verschiedenen Spielorten treffen Künstler aus Lateinamerika, Spanien und Deutschland zusammen und erforschen, was Transkulturalität bedeutet. Eröffnet wird das transkulturelle Festival mit einer Ausstellungs-Vernissage im Offenen Kunstverein e.V. am 16. Januar.  

Der Titel des Festivals kommt vom spanischen „compartir“, was so viel heißt wie sich etwas teilen oder gemeinsam nutzen – ein Plädoyer für das gemeinsame Erleben von Kunst und Kultur und für ein grenzüberschreitendes Miteinander. Dementsprechend vielfältig ist das Programm: Die Ausstellung geht der Frage nach, wie in Potsdam und Berlin lebende Künstler aus dem spanischsprachigen Raum dem Thema „Transkulturalität“ begegnen. Die Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit Identität, Migration und Grenzen auseinander – hier fotografisch, da zeichnerisch, dort performativ und an anderer Stelle grafisch. Die Lesung „Die Manns und die Musik – eine Weltmelodie“ mit Paulo Soethe und Frido Mann, dem Enkel Thomas Manns, beschäftigt sich mit den brasilianischen Wurzeln und der Musikalität der in Lübeck geborenen Schriftstellerfamilie. Eine Lesung aus dem Werk „Eine Subkultur der Träume“ von Alan Mills findet in Anwesenheit des Wortkünstlers im freiLand Potsdam statt: Alan Mills hat darin eine kleine Auswahl seiner bisher verfassten 16.500 Tweets zusammengestellt – Poesie im Twitterformat von 140 Zeichen.
Die Idee zum Festival entwickelte Bayerl zusammen mit ihren Studierenden in einem Seminar. „Wir wollten wissenschaftliche Theorie in die Praxis umsetzen“, sagt die Romanistin. Dabei dreht sich alles um „Transkulturalität“: Sie versteht Kulturen nicht mehr als abgegrenzte Inseln, sondern als offene und relationale Lebensformen, die sich gegenseitig beeinflussen. Identität wird somit nicht vorrangig durch nationalstaatliche Zugehörigkeit geprägt, sondern setzt sich aus den unterschiedlichsten Einflüssen aus aller Welt zusammen. Durch die Globalisierung und das weltweite Netzwerk der Kommunikationsmedien machen Menschen auf der ganzen Welt transkulturelle Erfahrungen. Das erste compARTE Festival Potsdam 2016 möchte diese kulturellen Wechselwirkungen in den Fokus rücken.
„Eine feste Gruppe aus acht Studierenden und mir hat in regelmäßigen Treffen das gesamte Festival geplant: die Künstler ausgewählt, Musiker kontaktiert, die Veranstaltungsorte gesucht und das Programm entwickelt“, erzählt Bayerl. So wird Potsdam vom 16. Januar bis zum 21. Februar 2016 ein Ort der Begegnung und des Austauschs mit Künstlern aus Lateinamerika, Spanien und Deutschland.

Zeit: 16.1.-21.2.2016
Ort: Ausstellung: Offener Kunstverein e.V. Land Brandenburg im Kunstwerk (Hinterhof). Studentisches Kulturzentrum, Hermann-Elflein-Straße 10. Weitere Veranstaltungsorte finden Sie auf den Internetseiten.
Kontakt: Julia Bayerl, Institut für Romanistik
Telefon: 0331 977-4198
Internet: http://compartefestival.tumblr.com
E-Mail: julia.bayerl@uni-potsdam.nomorespam.de

Medieninformation 15-01-2016 / Nr. 006
Jana Scholz

Universität Potsdam
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