uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Bronzeplastik soll an die Opfer des Ministeriums für Staatssicherheit auf dem Campus Golm erinnern

Zum Gedenken an die Opfer des Ministeriums für Staatssicherheit wird am 15. Januar 2016 auf dem Campus Golm der Universität Potsdam eine Bronzeplastik eingeweiht. Bis 1990 befand sich dort die „Juristische Hochschule Potsdam“ des Ministeriums für Staatssicherheit, deren konspiratives Wirken spätestens mit dem Film „Das Leben der Anderen“ auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. Die Bronze wurde von dem Bildhauer Volker Bartsch gestaltet und von namhaften Spendern finanziert.

Die Universität Potsdam nimmt ihr 25-jähriges Jubiläum zum Anlass, sich auch mit der Geschichte derjenigen Einrichtungen auseinanderzusetzen, deren Räumlichkeiten sie heute nutzt. Dazu gehört die berüchtigte „Juristische Hochschule Potsdam“ des Ministeriums für Staatssicherheit, an der in den Jahren 1951 bis 1990 unter dem Vorwand der Wissenschaftlichkeit Grundlagen für das Unrecht und die Grausamkeiten geschaffen wurden, welche die Stasi vielen Menschen widerfahren ließ. „In unserem Jubiläumsjahr möchten wir der Opfer dieser Untaten gedenken. Unser Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, die die Aufstellung der Bronzeplastik ermöglicht haben“, sagt der Präsident der Universität Potsdam, Professor Oliver Günther, der zur Einweihung sprechen wird. Nach einem Grußwort der Landtagsabgeordneten Dr. Saskia Ludwig (CDU), die diese Initiative maßgeblich mit verantwortet hat, wird Professor Klaus Schroeder vom Forschungsverbund SED-Staat eine historische Einordnung der damaligen Geschehnisse vornehmen. Anschließend kann im Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) eine Ausstellung zur Geschichte des Campus Golm besichtigt werden.
Im Verlauf des Jubiläumsjahres wird die Universität Potsdam weitere Gelegenheiten bieten, sich mit der Geschichte ihrer drei Standorte in Golm, Griebnitzsee und Am Neuen Palais zu beschäftigen. Im Projekt „Zeitzeichen“ entstehen Informationstafeln, die auf dem jeweiligen Campus aufgestellt werden. Hintergrundwissen hierzu vermittelt dann ein ergänzendes Internetportal.

Zeit: 15.01.2016, 11 Uhr
Ort: Universität Potsdam, Campus Golm, Hauptzufahrt am Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ)
Kontakt: Silke Engel, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0331 977-1474
E-Mail: presse@uni-potsdam.nomorespam.de 

Medieninformation 11-01-2016 / Nr. 004
Antje Horn-Conrad

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1474
Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presse@uni-potsdam.nomorespam.de
Internet: www.uni-potsdam.de/presse

Online gestellt: Edda Sattler
Kontakt zur Onlineredaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de