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04/16 - Stefan Groth

Als Steuerberater seit einige Jahren selbständig: Alumnus Stefan Groth..
Quelle: Svea Pietschmann

Für den postgradualen Masterstudiengang Unternehmens- und Steuerrecht kam Stefan Groth regelmäßig an den Wochenenden an die Universität Potsdam. Beruflich ist er bereits seit zehn Jahren als Steuerberater tätig und führt gemeinsam mit zwei weiteren Partnern eine mittelständische Kanzlei in Buxtehude, unweit von Hamburg. Mit dem erfahrenen Steuerfachmann sprachen wir über sein Studium, seine Arbeit und die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in seinem Leben.


Schon früh hatte Stefan Groth die Profession des Steuerberaters vor Augen und machte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten. „Währenddessen stellte ich fest, dass die Branche großartig ist, allerdings nur, wenn du am Ende der Nahrungskette stehst.“ So studierte er bis 2001 vier Jahre lang Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hamburg und arbeitete anschließend weitere zwei Jahre als Diplomkaufmann und Steuerassistent dort, wo er zuvor seine Ausbildung erfahren hatte.

Schließlich wurde er 2005 zum Steuerberater bestellt und im selben Jahr Partner der Kanzlei. „Wir bilden das ganze Spektrum der Steuerberatung ab: Buchführung, Lohnabrechnung und Jahresabschlüsse sind dabei genauso unser täglich Brot wie die Steuerberatung von Privatpersonen oder gewerblichen Kunden.“ Die Selbständigkeit war für ihn allerdings nicht der berühmte Sprung ins kalte Wasser. „Mit dem enorm hilfreichen Vorwissen, Mitarbeiter, Mandanten und die Firma schon seit Jahren zu kennen, erlebte ich kaum negative Überraschungen oder Existenzgründersorgen.“ Zu tun gab es seitdem natürlich dennoch viel.Um im Beratungsgeschäft mit der Verantwortung für 15 Angestellte stetig erfolgreich sein zu können, sind aus Sicht von Stefan Groth Leistungsbereitschaft und eine gewisse Portion Leidensfähigkeit besonders wichtig.

2013 wollte er erneut sein fachliches Profil schärfen und sich weiterbilden. Stefan Groth entschied sich für die Herausforderung und verband für zweieinhalb Jahre Studium und Beruf, Potsdam und Buxtehude. „Es war eine Frage der Organisation und der Regelmäßigkeit. Das schuf Verlässlichkeit, mit der jeder in unserem Büro gut umgehen konnte.“ Für ihn war das Studium sehr bereichernd und bedeutete einen großen Wissenszuwachs, sowie die Auffrischung und Vertiefung alten Wissens. Neben Fragen zu Einkommens- und Umsatzsteuerrecht stand unter anderem die Auseinandersetzung mit Wettbewerbs-, Kartell- und Urheberrechtsschwierigkeiten im Fokus. Bilanzsteuerrecht oder Steuerstrafrecht gehörten ebenso dazu. Immer wieder halten diese Themen nun Einzug in seinen beruflichen Alltag.

Ehrenamtliches Engagement hat im Leben von Stefan Groth ebenfalls einen großen Stellenwert. So engagiert er sich bereits seit seinem 16. Lebensjahr in der Freiwilligen Feuerwehr seines Wohnortes und ist es gewohnt, auch mehr als 80 Einsätze pro Jahr mit seiner beratenden Tätigkeit in Einklang zu bringen. „Sicher ist es manchmal anstrengend, weil wir zu zahlreichen Einsätzen auch nachts gerufen werden, aber in der Feuerwehr bin ich Teil eines tollen Teams, in dem wir uns sehr gut ergänzen.“

Zudem ermöglicht der gebürtige Hamburger seit 2014 durch die Stiftung zweier Deutschlandstipendien zwei Studierenden die Förderung ihres Studiums an der Universität Potsdam. „Ich bin der Meinung, dass man andere davon profitieren lassen sollte, wenn es einem gut geht. Ich habe die finanziellen Möglichkeiten, genau das zu tun, also ist es selbstverständlich für mich.“

Herzlichen Dank für die Einblicke!

 

 

Kontakt zu Stefan Groth:
pallentin-partner.de

Redaktion
Alumni-Team I Kristin Reinhardt

Veröffentlicht
April 2016