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Feiern vor historischer Kulisse - Die Uni wurde 25

Gut gelaunte Gäste, viel Musik und Tanz – das sind die Zutaten für jede gute Geburtstagsfeier. Auch bei den Veranstaltungen anlässlich des 25. Geburtstages der Universität Potsdam am 15. Juli fehlten diese nicht. Doch sie sind es nicht allein, die das Jubiläumsjahr der Hochschule kennzeichnen. Die Alma Mater hat es sich auch verordnet, über die eigene Geschichte zu diskutieren. Was lief bei ihrer Gründung anders als bei anderen vergleichbaren Institutionen? Welche Schwerpunkte gab es? Die seither geführten Streitgespräche zwischen Beteiligten und Unbeteiligten prägen das Jahr. Im Herbst soll es zum Thema ein wissenschaftliches Kolloquium geben. Es ist eine der letzten Veranstaltungen im Auf und Ab des Feierns und Aufarbeitens.

Stadt und Ehemalige im Fokus

Den Auftakt zur ganzjährigen Geburtstagsparty bildete der Neujahrsempfang im Januar, auch der Hochschulball wenige Wochen später stand im Zeichen des Jubiläums. Ebenso die Aktionswoche „Uni findet Stadt“, bei der sich Bürgerinnen und Bürger Potsdams davon überzeugen konnten, wie sich die Universität auf wichtigen Gebieten im Alltag der Stadt engagiert. Doch nicht nur die Beziehungen zur Stadt rückten während des Jahres verstärkt ins Rampenlicht. Die „Ehemaligen“, wichtige Türöffner hinein in Wirtschaft und Gesellschaft, taten es auch.

Absolventen sagten Adieu

Ausdruck dessen war nicht zuletzt die nach der Premiere im vergangenen Jahr zweite feierliche Verabschiedung von Absolventinnen und Absolventen vor der historischen Kulisse der Kolonnade vis á via des Neuen Palais. Festredner Timm Renner, Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten beim Bürgermeister von Berlin, spann dabei den Bogen von den eigenen Erfahrungen hin zu den kommenden Berufskarrieren seiner jungen Zuhörerinnen und Zuhörer, die mit Freunden und Familie zur Feier gekommen waren. Ein Studienabschluss gehöre zwar maßgeblich zur Karriere, doch vor brüchigen Lebensläufen schütze er nicht, gab Renner ihnen mit auf den Weg. Er hoffe aber, dass viele der Absolventen später in Festreden davon erzählen können, wie sehr ihnen die in Potsdam genossene Ausbildung geholfen habe, einen festen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Voltaire und Friedrich II. feierten mit

Die Veranstaltung, organisatorisch eng verbunden mit dem am selben Tag ausgetragenen Campus-Festival, hatte den Boden für den eigentlichen Höhepunkt der Geburtstagsfeierlichkeiten bereitet: den Festakt rund 24 Stunden später. Musikalisch umrahmt von Sinfonietta Potsdam und Campus Cantabile, dem Ensemble BodyDrums, dem Duo Benschu & Intrau sowie aufgelockert durch launige und durchaus hochaktuelle Dispute Friedrichs II. und Voltaires über Wahrheit, wissenschaftliche Verantwortung und Fortschritt, vorgetragen vom „Poetenpack“ Reiner Gabriel und Felix Isenbügel, erlebten die rund 650 Gäste, die auf die Mopke vor der Kolonnade gekommen waren, ein abwechslungsreiches Programm. Uni-Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D. ließ es sich dabei nicht nehmen, auf die erfolgreiche Entwicklung der Uni zurückzublicken und ihre wichtige Rolle als Arbeitgeber, Gründungsinstitution sowie Forschungs- und Lehrstätte zu würdigen. Die Hochschule stehe im bundesweiten Vergleich gut da und sei auch international sichtbar, betonte er. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch überbrachte die Glückwünsche des Landes und lobte die Universität als einen „Leuchtturm“ der Region. Mit Blick auf die Jahre ihres Aufbaus dankte die Politikerin dem damaligen Wissenschaftsminister Hinrich Enderlein und den Mitarbeitern, die übernommen wurden, ausdrücklich für die geleistete Arbeit.

Keine Zukunft ohne Vergangenheit

Festredner Peter Altmaier, Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, kam in seiner Rede darauf zurück. Zuvor allerdings ging er auf den am Vortag erfolgten Terrorakt in Nizza ein, bei dem zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden waren. Ihrer hatten die Anwesenden bereits zu Beginn des Festaktes in einer Schweigeminute gedacht. „Wir dürfen es niemals zulassen, dass unsere freiheitliche Lebensart und Kultur, die wir hart errungen haben, durch Terrorismus in Frage gestellt werden“, appellierte Peter Altmaier. Um dann, aktuelle politische Bezüge einbauend, einen Streifzug durch Vergangenheit und Gegenwart des Standortes am Neuen Palais zu unternehmen. Für die Bemühungen der Universität, ihre Geschichte aufzuarbeiten, fand er anerkennende Worte. „Das spricht für Ihre Universität“, sagte er an Oliver Günther gerichtet, der mit diesem Prozess auch eine inhaltliche Kontroverse angeschoben hat.

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